02 April 2026, 08:08

Stilles Gedenken in Bergisch Gladbach: Zwei Jahre nach dem Hamas-Angriff auf Israel

Eine große Wand zeigt mehrere Fotos, einen gelben Stuhl, israelische Regierungsflaggen auf Stangen, eine Tafel mit der Aufschrift "Bring Them Home Now", einen montierten Bildschirm, Deckenleuchten und andere Gegenstände.

Stilles Gedenken in Bergisch Gladbach: Zwei Jahre nach dem Hamas-Angriff auf Israel

Zwei Jahre nach dem Hamas-Angriff auf Israel fand in Bergisch Gladbach eine kleine Kundgebung statt, um der Opfer zu gedenken und die Freilassung der noch verbliebenen Geiseln zu fordern. Die Veranstaltung auf dem Konrad-Adenauer-Platz zog jedoch kaum Aufmerksamkeit von Passanten oder lokalen Vertretern auf sich. Trotz aller Bemühungen blieb die Zusammenkunft ruhig und weitgehend unbeachtet.

Die Vereine hinter der Städtepartnerschaft Ganey Tikva – Bergisch Gladbach und der Solidaritätspartnerschaft Bergisch Gladbach – Nir Oz organisieren seit zwei Jahren wöchentliche Mahnwachen. Jeden Dienstag versammeln sich etwa 40 Menschen am Trotzenburgplatz in der Fußgängerzone, um der Betroffenen zu gedenken. Bei der letzten Mahnwache waren zwei Polizisten anwesend, um für Sicherheit zu sorgen.

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Schon am frühen Morgen desselben Tages, um 6:56 Uhr, hatten sich etwa zwölf Personen am Holocaust-Mahnmal im Villa-Zanders-Park versammelt. Sie gedachten der Opfer des Hamas-Angriffs vom 7. Oktober 2023. Die israelische Flagge, die vor einem Jahr am Rathaus gehisst worden war, fehlte diesmal.

Auf der Kundgebung am Konrad-Adenauer-Platz verlas Petra Hemming, Vorsitzende des Vereins, ein Interview mit einer Überlebenden. Ein israelischer Gast sang anschließend die Hatikva, die Nationalhymne Israels. Die Initiatoren betonen, dass sie keine politischen Verbindungen hätten, sondern sich ausschließlich auf die humanitäre Krise der Geiseln konzentrierten.

Ursprünglich waren über 250 Israelis als Geiseln verschleppt worden. Seitdem wurden mehr als 100 freigelassen, die letzten 20 lebenden Gefangenen kamen bis zum 6. November 2025 aus dem Gazastreifen frei. Einige gelten jedoch weiterhin als vermisst.

Die Kundgebung markierte den zweiten Jahrestag des Angriffs, doch weder lokale Amtsträger noch Passanten schlossen sich an. Die Vereine setzen ihre wöchentlichen Mahnwachen fort, um das Andenken an die Opfer und Geiseln wachzuhalten. Ihr Einsatz gilt weiterhin der Freilassung derer, deren Schicksal noch ungeklärt ist.

Quelle