Europol zerschlägt Menschenhandelsringe mit Großrazzia in 28 Ländern
Europaweite Razzia gegen Menschenhandel und Arbeitsausbeutung im September 2023
Im September 2023 fand eine europaweite Großrazzia gegen Menschenhandel und Arbeitsausbeutung statt. An der Aktion beteiligten sich 28 Länder unter der Koordination von Europol, insgesamt waren 33 Organisationen eingebunden. Polizei, Zollbehörden und lokale Behörden arbeiteten Hand in Hand, um kriminelle Gruppen zu zerschlagen und die Arbeitsbedingungen auf dem gesamten Kontinent zu überprüfen.
In Deutschland schloss sich das Hauptzollamt Aachen der Operation an und kontrollierte 13 Restaurants und Imbisse in Aachen, Euskirchen und Heinsberg. Dabei wurden 56 Personen überprüft, darunter die Identität von 20 Menschen verifiziert.
Die Kontrollen führten zu 17 Ermittlungsverfahren, unter anderem wegen illegalen Aufenthalts, Lohnbetrugs und Verstößen gegen die Arbeitszeiterfassung. Die Zollbeamten leiteten sechs Verfahren wegen illegalen Aufenthalts und vier wegen Beihilfe dazu ein. Zudem deckten sie fünf Verstöße gegen den Mindestlohn auf, drei Fälle von Lohnvorenthaltung sowie zwei Verstöße gegen die Arbeitszeitdokumentation.
In Euskirchen erstattete die Polizei drei Strafanzeigen wegen illegalen Aufenthalts und Beihilfe dazu. Eine Person wurde festgenommen, da gegen sie ein Haftbefehl vorlag.
Die Aktion ist Teil einer größeren Initiative, um grenzüberschreitende kriminelle Netzwerke zu zerschlagen und schutzbedürftige Arbeitnehmer zu unterstützen. Die Behörden betonen, wie wichtig solche koordinierten Maßnahmen im Kampf gegen Ausbeutung in Europa sind.
Die Razzia im September führte in den teilnehmenden Ländern zu zahlreichen Ermittlungen und Festnahmen. Zoll- und Polizeieinheiten überwachen weiterhin besonders gefährdete Branchen; weitere Kontrollen sind in künftigen Operationen geplant. Die Erkenntnisse sollen dazu beitragen, die Bekämpfung von Arbeitsausbeutung und illegaler Beschäftigung zu verstärken.






