S11-Strecke zwischen Köln und Bergisch Gladbach bekommt 836-Millionen-Upgrade mit zweigleisigem Ausbau
Maximilian MaierS11-Strecke zwischen Köln und Bergisch Gladbach bekommt 836-Millionen-Upgrade mit zweigleisigem Ausbau
Die S11-Bahnlinie zwischen Bergisch Gladbach und Köln erhält ein großes Upgrade, nachdem Nordrhein-Westfalen (NRW) 305 Millionen Euro für das Projekt bewilligt hat. Die Erweiterung, die nun mit insgesamt 836 Millionen Euro voll finanziert ist, umfasst den Bau eines zweiten Gleises, neue Haltepunkte sowie barrierefreie Zugänge. Laut Angaben der Verantwortlichen könnten die Bauarbeiten bereits Ende 2030 beginnen – Verzögerungen bleiben jedoch möglich, da es zu Terminüberschneidungen mit anderen Infrastrukturprojekten kommen könnte.
Das Vorhaben wird die S11-Strecke grundlegend modernisieren: Durch den zweigleisigen Ausbau und die vollständige Barrierefreiheit aller Stationen von Köln-Holweide bis Bergisch Gladbach entsteht eine deutlich leistungsfähigere Verbindung. Zudem werden zwei neue Bahnsteige errichtet – einer am Kölner Hauptbahnhof und ein weiterer an der Haltestelle Köln Messe/Deutz. Hinzu kommt ein komplett neuer Haltepunkt in Köln-Kalk West. Auch der bestehende Bahnhof in Bergisch Gladbach wird erweitert.
NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer rechnet damit, dass alle notwendigen Baugenehmigungen noch in diesem Sommer vorliegen werden. Sobald die Freigabe erteilt ist, kann die DB InfraGO mit der Ausschreibung von Aufträgen und der Planung von Streckensperrungen beginnen. Die erste größere Einschränkung steht bereits kurz nach Ostern 2026 an, wenn die Arbeiten an einem digitalen Stellwerk in Mülheim starten. Weitere Sperrungen sind für die Jahre 2027, 2028, 2029 und 2030 vorgesehen, was für Pendler längere Behinderungen bedeutet.
Ursprünglich sollte das zweite Gleis Anfang 2032 fertiggestellt sein, doch aufgrund von Konflikten mit anderen Baumaßnahmen ist dieser Zeitplan nun unsicher. Trotz der Herausforderungen zeigt sich Bergisch Gladbachs Erster Bürgermeister Ragnar Migenda optimistisch, dass die Arbeiten Ende 2030 beginnen könnten. Nach Abschluss der Bauarbeiten wird die S11 im Zehn-Minuten-Takt verkehren, in den Stoßzeiten fast alle fünf Minuten.
Die Erweiterung der S11 wird die Kapazitäten deutlich erhöhen und schnellere sowie häufigere Verbindungen zwischen Bergisch Gladbach und Köln ermöglichen. Das Gesamtbudget von 836 Millionen Euro setzt sich aus 531 Millionen Euro Bundesmitteln zusammen, sodass das Projekt trotz möglicher Verzögerungen vorankommt. Pendler müssen sich jedoch auf jahrelange baubedingte Einschränkungen einstellen, bis die Modernisierung vollständig abgeschlossen ist.






