24 June 2026, 20:04

Niederländische Delegation diskutiert Integration ukrainischer Geflüchteter in Solingen

Delegation aus den Niederlanden besuchte das Solinger Jobcenter

Niederländische Delegation diskutiert Integration ukrainischer Geflüchteter in Solingen

Eine niederländische Delegation besuchte kürzlich das Jobcenter in Solingen, um über die Integration ukrainischer Geflüchteter in den Arbeitsmarkt zu sprechen. Zu der Gruppe gehörten Vertreter verschiedener Ministerien sowie Mitarbeiter des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen.

Jan Welzel, Leiter des Fachbereichs Soziales und Recht der Stadt Solingen, stellte die aktuelle Situation der Geflüchteten auf Niederländisch vor. Seit Beginn der Ukraine-Krise hat Solingen über 1.750 Schutzsuchende aufgenommen, von denen noch knapp 1.400 in der Stadt leben. Davon beziehen 1.240 Personen Bürgergeld über das örtliche Jobcenter.

Im Rahmen der Gespräche wurden zentrale Herausforderungen thematisiert, darunter Sprachvermittlung, Zugang zu medizinischer Versorgung, Kinderbetreuung, schulische Integration und die Vermittlung in Arbeit. Ein wiederkehrendes Problem bleibt die Anerkennung im Ausland erworbener schulischer und beruflicher Abschlüsse, insbesondere aus dem ukrainischen Bildungssystem. Aktuell nehmen 394 ukrainische Geflüchtete in Solingen an Deutschkursen teil.

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Die niederländische Delegation berichtete von gelungenen Kooperationen. So arbeiten etwa niederländische Psychologen gemeinsam mit ukrainischen Kollegen, um Geflüchteten psychologische Unterstützung anzubieten. Welzel wies zudem auf Finanzierungsschwierigkeiten hin: Städte wie Solingen trügen den Großteil der Kosten für Unterbringung und Integration der Geflüchteten.

Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass 37 Prozent der ukrainischen Geflüchteten in Deutschland vorhaben, dauerhaft oder für mehrere Jahre zu bleiben. 34 Prozent möchten hingegen nur bis zum Ende des Krieges in der Ukraine bleiben.

Der Besuch unterstrich sowohl Fortschritte als auch anhaltende Hürden bei der Integration ukrainischer Geflüchteter. Solingen arbeitet weiterhin an der Überwindung von Sprachbarrieren, der Anerkennung von Qualifikationen und der Schließung von Finanzierungslücken. Der Austausch mit der niederländischen Delegation könnte künftige Lösungen für die Unterstützung von Geflüchteten mitgestalten.

Quelle