Bergisch Gladbach kämpft mit massivem Betreuungsplatzmangel für Grundschüler
Anna SchmitzBergisch Gladbach kämpft mit massivem Betreuungsplatzmangel für Grundschüler
Bergisch Gladbach steht vor einem massiven Mangel an Betreuungsplätzen für Schulkinder
Ab dem kommenden Schuljahr haben Erstklässler in Deutschland einen gesetzlichen Anspruch auf ganztägige Betreuung – doch die Stadt kann diese Nachfrage nicht decken. Aktuell erhalten 185 angemeldete Kinder keinen Platz im Programm.
An der Gemeinschaftsgrundschule (GGS) Heidkamp haben 32 Kinder zwar einen rechtlichen Anspruch auf Betreuung, doch die Stadt kann ihn wegen begrenzter Kapazitäten nicht erfüllen. Sieben Erstklässler dieser Schule werden ohne Platz bleiben. Ähnlich sieht es an der GGS Moitzfeld aus: Dort erhalten 13 Erstklässler trotz gesetzlichem Anspruch keine Betreuung.
Um die Situation zu entschärfen, plant die Stadt an der GGS Heidkamp eine sogenannte „erweiterte Betreuungszeit“ einzuführen. Dadurch entstehen bis zu zehn zusätzliche Plätze, die von 11:30 Uhr bis 14:00 Uhr genutzt werden können – zu Kosten von 70 Euro pro Kind und Monat. Doch selbst mit dieser Maßnahme bleibt die Stadt hinter ihrer gesetzlichen Verpflichtung zurück, täglich acht Stunden Kinderbetreuung anzubieten.
Die GGS Moitzfeld leidet bereits seit Langem unter einem Mangel an Hortplätzen. Für 240 Schüler stehen nur 140 Plätze zur Verfügung – ohne die erweiterte Betreuung wäre die Lücke noch größer als die bereits gemeldeten 185 fehlenden Plätze.
Die von der Stadt vorgeschlagene Lösung bringt zwar eine gewisse Entlastung, erfüllt aber nicht die gesetzlichen Anforderungen. Ohne weitere Schritte werden viele Kinder weiterhin auf die Betreuung verzichten müssen, die ihnen eigentlich zusteht.






