Bauer Martin Krämer trotzt Querschnittslähmung mit technischer Innovation
Mila WalterBauer Martin Krämer trotzt Querschnittslähmung mit technischer Innovation
Martin Krämer – ein Bauer, der sich nicht unterkriegen lässt
Martin Krämer, ein Landwirt aus Neunkirchen-Seelscheid, arbeitet trotz einer Querschnittslähmung ab der Brust seit 2012 weiterhin in der Landwirtschaft. Sein Durchhaltevermögen und ein maßgefertigtes Hydrauliksystem ermöglichen es ihm, schwere Maschinen zu bedienen – darunter einen speziell für ihn umgerüsteten Mähdrescher. Die inspirierende Geschichte des 57-Jährigen wurde kürzlich in der WDR-Sendung Lokalzeit LandSchafft vorgestellt und ist nun auf YouTube abrufbar.
Krämers Leben änderte sich schlagartig, als er vor 15 Jahren bei einem Verkehrsunfall seine Gehfähigkeit verlor. Statt die Landwirtschaft aufzugeben, arbeitete er mit Ingenieuren zusammen, um seinen John-Deere-Mähdrescher umzubauen. Die Maschine ist heute mit einem joystickgesteuerten Hydraulikarm ausgestattet, der einen sattelähnlichen Sitz trägt. Dieser hebt Krämer aus seinem Rollstuhl in die Fahrerposition. Spezielle Joysticks ersetzen die Pedale, und die Kabine wurde für die Maisernte zusätzlich stabilisiert.
Das rund 20.000 Euro teure System ermöglicht es Krämer, stundenlang ohne Hilfe zu arbeiten. Während der Maisernte steuerte er den Häcksler sogar 16 Stunden am Stück. Sein unermüdlicher Einsatz zeigt, wie Anpassungsfähigkeit eine landwirtschaftliche Karriere selbst nach schwersten Schicksalsschlägen erhalten kann.
Krämers Geschichte hat bundesweit Aufmerksamkeit erregt, unter anderem durch einen Beitrag in der WDR-Sendung Lokalzeit LandSchafft. Dank seiner technisch angepassten Ausrüstung und seiner unbeugsamen Entschlossenheit bleibt er aktiv in der Landwirtschaft. Die Folge, die auf YouTube verfügbar ist, macht deutlich, wie Innovation und Durchhaltevermögen aus Hindernissen Chancen machen können.






