Zoll entdeckt illegalen "Potenzhonig" mit Sildenafil am Flughafen Dortmund
Anna SchmitzZoll entdeckt illegalen "Potenzhonig" mit Sildenafil am Flughafen Dortmund
Am Flughafen Dortmund ist ein 36-jähriger Reisender von Zollbeamten kontrolliert worden, nachdem diese verdächtige Pakete in seinem Gepäck entdeckt hatten. Der Mann war am 12. Februar 2025 aus der Türkei eingereist und führte eine Substanz mit, die er als „kräftigendes Kräuterhonig“ bezeichnete. Später bestätigten die Behörden, dass der Stoff ein nicht deklariertes verschreibungspflichtiges Medikament enthielt.
Bei einer Routinekontrolle stießen die Beamten in seinem Koffer auf 25 ungekennzeichnete Packungen mit einer dickflüssigen, honigartigen Substanz. Der Reisende behauptete, es handele sich um eine natürliche Kräuterpaste zur Steigerung der Potenz. Auf den Verpackungen waren jedoch keine pharmazeutischen Inhaltsstoffe angegeben.
Die Zollbeamten wurden misstrauisch und ließen Proben im Labor untersuchen. Die Analyse ergab, dass die Substanz Sildenafil enthielt – ein Medikament, das in Deutschland ausschließlich auf Rezept erhältlich ist. Der als „Potenzhonig“ bekannte Stoff wurde umgehend beschlagnahmt.
Die Staatsanwaltschaft hat inzwischen ein Strafverfahren gegen den Reisenden eingeleitet. Ihm wird vorgeworfen, gegen das Arzneimittelgesetz verstoßen zu haben, da er ein kontrolliertes Medikament ohne die erforderliche Genehmigung illegal eingeführt hat.
Der Fall zeigt die Risiken auf, die mit dem Schmuggel nicht regulierter Substanzen nach Deutschland verbunden sind. Die beschlagnahmten Packungen enthielten einen verbotenen Wirkstoff, was zu rechtlichen Konsequenzen führte. Weitere Details zur laufenden Ermittlung wurden von den Behörden bisher nicht bekannt gegeben.
