03 April 2026, 08:06

Wüst gedenkt des Hamas-Angriffs und mahnt Frieden und Solidarität an

Plakat mit der Aufschrift 'Vision für Friedenskonzept-Karte' zeigt eine farbcodierte Karte von Israel mit fetter schwarzer Schrift oben.

Wüst: NRW steht 'unwankend' an der Seite aller Juden - Wüst gedenkt des Hamas-Angriffs und mahnt Frieden und Solidarität an

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst gedenkt des zweiten Jahrestags des Hamas-Angriffs auf Israel mit einem eindringlichen Appell für Frieden und Solidarität

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Anlässlich des zweiten Jahrestags der Hamas-Attacke auf Israel hat Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst am 7. Oktober 2025 mit Nachdruck zu Frieden und Zusammenhalt aufgerufen. Gleichzeitig verurteilte er den wachsenden Antisemitismus in der Region und forderte die Freilassung der Geiseln sowie ein Ende der Gewalt im Gazastreifen.

Wüst erinnerte in seiner Rede an den Hamas-Angriff vor zwei Jahren, den er als das größte Massaker an jüdischem Leben seit der Schoa bezeichnete. Bei dem Überfall waren 1.200 Menschen getötet worden, was eine Welle des Leidens in der gesamten Region auslöste. Die unmenschlichen Taten der Hamas-Terroristen hätten eine Kette verheerender Ereignisse in Gang gesetzt, deren Folgen Israel und den Gazastreifen bis heute prägen, betonte der Ministerpräsident.

Mit großer Sorge blickte Wüst auf die humanitäre Krise im Gazastreifen, wo Zehntausende ihr Leben verloren haben und Hunderttausende vor Vertreibung, Krankheiten und Hunger stehen. Er unterstützte den Friedensplan der USA und bezeichnete ihn als neue Chance, das Leid zu lindern und die Freilassung aller Geiseln zu erreichen. Die Verantwortung für eine Deeskalation liege klar bei der Hamas, forderte Wüst und verlangte unverzügliche Schritte zur Befreiung der noch festgehaltenen Menschen.

Angesichts des erstarkten Antisemitismus verurteilte Wüst jüngste Angriffe auf Jüdinnen und Juden als inakzeptabel. Eine von Oded Horowitz, Vertreter der Jüdischen Gemeinde, vorgestellte Studie offenbart alarmierende Entwicklungen: 40 Prozent der Lehrkräfte in Nordrhein-Westfalen berichten von verstärkten Vorfällen an Schulen, während die Zahl der Sachbeschädigungen seit dem 7. Oktober 2023 um 25 Prozent gestiegen ist. Wüst bekräftigte die Pflicht des Landes, Antisemitismus mit allen Mitteln zu bekämpfen, und erklärte: "Wir stehen unbeugsam an der Seite aller jüdischen Frauen und Männer."

Zudem rief der Ministerpräsident zu einer Waffenruhe auf und betonte, dass ein dauerhafter Frieden Mut und Entschlossenheit auf beiden Seiten erfordere. Seine Äußerungen unterstreichen das Engagement des Landes für Solidarität und Gerechtigkeit inmitten anhaltender Spannungen.

Wüsts Stellungnahme erfolgt zu einer Zeit, in der Nordrhein-Westfalen mit zunehmenden antisemitischen Vorfällen und den Nachwirkungen des Hamas-Angriffs von 2023 konfrontiert ist. Die Forderungen nach Freilassung der Geiseln, einer Feuerpause und einem besseren Schutz jüdischer Gemeinden spiegeln die Bemühungen des Landes wider, sowohl den regionalen Konflikt als auch lokale Konflikte anzugehen. Seine Unterstützung für den US-Friedensplan signalisiert dabei den Willen zu diplomatischen Lösungen angesichts der anhaltenden Gewalt.

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