04 April 2026, 08:08

Großrazzia auf Bielefelder Schulbaustelle enthüllt massive Arbeitsrechtsverstöße

Schwarzes und weißes Schild an einem Gebäude mit der Aufschrift "Bitte nicht einwerfen - Verstoßende werden verfolgt - Kein Abladen."

Großrazzia auf Bielefelder Schulbaustelle enthüllt massive Arbeitsrechtsverstöße

Großrazzia auf Schulbaustelle in Bielefeld deckt zahlreiche Verstöße gegen Arbeitsrecht auf

Bei einer umfangreichen Kontrolle auf einer Schulbaustelle in Bielefeld sind multiple Verstöße gegen Arbeitsvorschriften aufgedeckt worden. Beamte des Hauptzollamts Bielefeld durchsuchten am 1. Oktober 2025 die Baustelle der Martin-Niemöller-Gesamtschule und stießen dabei auf Unregelmäßigkeiten in 37 Fällen, was weitere Ermittlungen gegen mehrere Unternehmen nach sich zieht.

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Rund 40 Einsatzkräfte der Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) aus Bielefeld und Herford führten die Überprüfung durch. Sie befragten 58 Beschäftigte von 13 verschiedenen Firmen zu ihren Arbeitsverträgen und Lohnzahlungen. Die Kontrollen förderten 31 Fälle zutage, in denen Arbeitgeber die Meldung an die Sozialversicherungsträger nicht fristgerecht vorgenommen hatten. Zudem gab es drei Verstöße gegen den Mindestlohn sowie drei Fälle von Sozialleistungsbetrug.

Da die betroffenen Unternehmen nicht in den Zuständigkeitsbereich des Hauptzollamts Bielefeld fallen, werden die Fälle an die jeweils zuständigen Hauptzollämter zur weiteren Bearbeitung übergeben. Ralf Wagenfeld, Ansprechpartner beim Bielefelder Zollamt, bestätigte, dass Anfragen per E-Mail unter [email protected] oder telefonisch unter (0521) 3047-1095 an ihn gerichtet werden können.

Bundesweite Razzia gegen Abrissfirma wegen Verdachts auf Millionenbetrug

Parallel dazu führte die Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamts Frankfurt am Main eine bundesweite Großaktion gegen ein Abrissunternehmen durch, dem großangelegter Betrug vorgeworfen wird. Im Auftrag der Staatsanwaltschaft Frankfurt durchsuchten 380 Beamte an einem Tag 37 Objekte in sechs Bundesländern. Vier Haftbefehle und vier Vermögenssicherungen wurden vollstreckt; gegen 31 Beschuldigte wurde Beweismaterial sichergestellt. Die Vorwürfe – darunter Steuerhinterziehung und Veruntreuung von Sozialabgaben – reichen bis ins Jahr 2020 zurück. Der geschätzte Schaden beläuft sich auf etwa 7,8 Millionen Euro.

Die Bielefelder Kontrolle unterstreicht die anhaltenden Bemühungen, Arbeitsrechtsverstöße in der Baubranche zu bekämpfen. Die 37 aufgedeckten Fälle werden nun von den zuständigen Behörden eingehend geprüft. Betroffene oder Interessierte können sich direkt an das Hauptzollamt Bielefeld wenden.

Quelle