08 February 2026, 06:06

Wiesbadener Museum diskutiert: Wie erreichen wir Nicht-Besucher?

Eine große Gruppe von Menschen in einem Raum mit einem Foto auf der Wand, Säulen, einer Tür und einer Decke mit Lampen, einige halten Taschen, im Museum of Fine Arts in Amsterdam.

Wiesbadener Museum diskutiert: Wie erreichen wir Nicht-Besucher?

Städtisches Museum Wiesbaden richtete am 2. Februar die Jahrestagung des Visitor Research Network aus

Die Veranstaltung brachte Expertinnen und Experten aus Museen, Hochschulen und Kultureinrichtungen aus ganz Deutschland zusammen. Im Mittelpunkt der Diskussionen stand die Frage, wie sich Zielgruppen besser einbinden lassen – insbesondere jene, die selten oder nie Museen besuchen.

Die unter dem Motto "Fast am Ziel! – (Nicht-)Besucher:innen im Dialog" stehende Konferenz bot Vorträge führender Forscherpersönlichkeiten. Prof. Dr. Martin Tröndle, Dr. Thomas Renz und Prof. Dr. Bernd Günter präsentierten Strategien, um sogenannte "Nicht-Besucher" zu erreichen. Ihre Beiträge loteten Möglichkeiten aus, Museen inklusiver und für breitere Bevölkerungsgruppen attraktiver zu gestalten.

Der stellvertretende Bürgermeister Dr. Christian Klicki und Thomas Schmäschke, stellvertretender Vorsitzender des Museumsverbands Nordrhein-Westfalen, eröffneten die Tagung. Beide betonten in ihren Reden die Notwendigkeit, das Publikum stärker einzubinden. Der Verband würdigte im Nachgang das Organisationsteam des Museums für die professionelle und reibungslose Durchführung der Konferenz.

Die Teilnehmer:innen nahmen zudem an Führungen durch die Dauerausstellung des Deutschen Museums Wiesbaden teil. Dabei wurden lokale Projekte vorgestellt, die auf eine bessere Interaktion mit den Besucher:innen abzielen. Zwar lagen nur begrenzt aktuelle Daten zu Veränderungen in den deutschen Museumskonzepten vor, doch ein Antrag der Grünen aus Darmstadt schlug etwa interkulturelle Schulungen für Mitarbeiter:innen sowie Projekte wie ein Kindermuseum vor, um den Zugang zu erweitern.

Die Konferenz unterstrich die laufenden Bemühungen, unterrepräsentierte Gruppen stärker anzusprechen. Referent:innen und Teilnehmende tauschten sich über Wege aus, Museen offener und relevanter zu gestalten. Der Museumsverband Nordrhein-Westfalen wertete die Veranstaltung als wichtigen Schritt, um die Herausforderungen der Besucher:innenansprache zu bewältigen.