Warum Luke Littler in Deutschland trotz Darts-Erfolgen immer wieder scheitert
Anna KrauseWarum Luke Littler in Deutschland trotz Darts-Erfolgen immer wieder scheitert
Luke Littler bleibt einer der dominierenden Namen im Dartsport – doch zwei große Titel fehlen ihm noch: die Europameisterschaft und die World Masters. Trotz seiner Erfolge anderswo hat der junge Star in Deutschland immer wieder Rückschläge hinnehmen müssen – sowohl an der Oche als auch mit dem Publikum.
Litters Probleme in Deutschland ziehen sich bereits über die letzten Jahre hin. 2023 schied er im Achtelfinale der Europameisterschaft gegen James Wade aus. In diesem Jahr setzten sich seine Schwierigkeiten fort, als er bereits in der ersten Runde an Andrew Gilding scheiterte.
Seine Auftritte auf deutschem Boden waren ungewöhnlich schwach. Bei drei Turnieren dort lag sein Punktedurchschnitt unter 100 – eine seltene Statistik für einen Spieler seines Kalibers. Nach seinem frühen Ausscheiden beim German Darts Grand Prix 2024 äußerte er sich auf Social Media kritisch über das Publikum und heizte die Stimmung weiter an.
Der Konflikt erreichte seinen Höhepunkt beim World Cup of Darts in Frankfurt, als Littler und sein englischer Teamkollege gegen das deutsche Duo ausschieden. Der ehemalige Profi Paul Nicholson vermutet, dass der Austragungsort selbst Littlers Form beeinflussen könnte. Wiederholte Auseinandersetzungen mit deutschen Fans haben den Druck zusätzlich erhöht – und könnten sich auch auf seine Leistungen bei der Europameisterschaft auswirken.
Mit zwei großen Titeln, die in seiner Sammlung noch fehlen, bleiben Littlers Schwierigkeiten in Deutschland eine bemerkenswerte Hürde. Seine enttäuschenden Durchschnittswerte und öffentlichen Streitigkeiten mit Fans sind zu einem wiederkehrenden Problem geworden. Ob es ihm gelingt, diese Herausforderungen zu überwinden, wird entscheidend für seine zukünftigen Erfolge bei der Europameisterschaft und darüber hinaus sein.