Wandernde Tierarten kämpfen ums Überleben – neuer globaler Bericht schlägt Alarm
Mila WalterWandernde Tierarten kämpfen ums Überleben – neuer globaler Bericht schlägt Alarm
Erster Bericht zum Zustand wandernder Tierarten: Überlebenskampf in globalem Ausmaß
Der erstmals veröffentlichte Bericht zum Zustand der wandernden Tierarten schlägt Alarm: Unnachhaltige menschliche Aktivitäten gefährden diese Arten weltweit. Die Ergebnisse unterstreichen dringende Bedrohungen für die biologische Vielfalt und die Stabilität von Ökosystemen.
Insgesamt stehen 1.189 Tierarten unter dem Schutz des Übereinkommens zur Erhaltung wandernder wildlebender Tierarten (CMS) und benötigen internationalen Schutz. Davon sind 22 Prozent vom Aussterben bedroht, während 44 Prozent einen Rückgang ihrer Populationen verzeichnen. Besonders dramatisch ist die Lage bei Fischen: 97 Prozent der vom CMS erfassten Arten sind von Aussterberisiken betroffen.
Doch selbst außerhalb der geschützten Arten sind 399 wandernde Tierarten als bedroht oder potenziell gefährdet eingestuft – ohne dass sie unter das CMS fallen. Übernutzung und Lebensraumverlust bleiben die größten Gefahren für ihr Überleben. Dabei spielen diese Arten eine entscheidende Rolle für den Erhalt von Ökosystemen und liefern unersetzliche Leistungen für Natur und Mensch.
Der Bericht zeigt auch Erfolge im Artenschutz auf: In Zypern konnte die illegale Vogeljagd mit Netzen eingedämmt werden, und in Kasachstan wurde die Saiga-Antilope vor dem Aussterben bewahrt. Diese Beispiele beweisen, dass gezielte Maßnahmen Wirkung zeigen.
Die Autoren betonen die Dringlichkeit verstärkter Schutzmaßnahmen für wandernde Arten. Ohne entschlossenes Handeln könnten viele von ihnen für immer verschwinden – mit gravierenden Folgen für Ökosysteme und die von ihnen abhängigen Lebensgrundlagen. Gleichzeitig machen die Erfolgsgeschichten deutlich: Mit den richtigen Strategien ist ein Umdenken möglich.






