Waffenstillstand im Dortmunder Nahverkehr: Streiks vorerst beendet
Warnstreiks im Dortmunder Nahverkehr vorerst ausgesetzt – ab Mittwoch gilt Waffenstillstand
Nach wochenlangen gescheiterten Verhandlungen zwischen der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und dem Kommunal-Arbeitgeberverband Nordrhein-Westfalen (KAV NW) werden die Streikmaßnahmen im Dortmunder Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) ab Mittwoch vorläufig eingestellt. Die Gewerkschaft stimmte einem Vermittlungsvorschlag zu, der den Weg für weitere Gespräche ebnet.
Die Tarifverhandlungen für rund 30.000 Beschäftigte waren am 16. April 2024 ohne Ergebnisgeblieben, da keine Einigung über die Verteilung von Entlastungstagen auf verschiedene Mitarbeitergruppen erzielt werden konnte. Ver.di hatte gefordert, dass keine Beschäftigtengruppe von den Regelungen zu Entlastungstagen ausgeschlossen wird. Da keine Lösung in Sicht war, willigten beide Seiten nun in ein Schlichtungsverfahren ein, das in den kommenden Tagen beginnen soll.
Die Aussetzung der Streiks gilt als vorübergehende Maßnahme, während die Vermittlungsgespräche laufen. Arbeitgeber und Gewerkschaft werden gemeinsam mit einer neutralen Instanz nach einem Kompromiss suchen.
Für Fahrgäste im Dortmunder Nahverkehr bringt die Streikpause vorerst Entlastung. Ob eine dauerhafte Einigung bei der Verteilung der Entlastungstage gelingt, wird sich im Schlichtungsverfahren zeigen. Bis dahin soll der Betrieb wie gewohnt aufrechterhalten werden.
