VW Logistics trotzt Lieferketten-Krisen mit flexiblen Sonderlösungen und digitaler Transparenz
Anna KrauseVW Logistics trotzt Lieferketten-Krisen mit flexiblen Sonderlösungen und digitaler Transparenz
Volkswagen Group Logistics kämpft mit anhaltenden Störungen in der Schifffahrt, im Betriebsablauf und beim Fahrzeugtransport
Die von Geschäftsführer Simon Motter geleitete Sparte hat Maßnahmen ergriffen, um die Widerstandsfähigkeit und Anpassungsfähigkeit ihrer Lieferkette zu stärken. Aktuelle Initiativen zielen darauf ab, künftige Herausforderungen bei Logistikkapazitäten und Serviceanforderungen besser vorherzusehen und zu steuern.
Während des globalen Halbleitermangels koordinierte Group Logistics die Verteilung kritischer Komponenten und bestimmte Verantwortliche für jede Produktions- und Lieferstufe. Dadurch konnten die Abläufe trotz begrenzter Chip-Verfügbarkeit reibungsloser aufrechterhalten werden. Zudem erweiterte das Team die Transparenz tief in die Zulieferkette der Stufe N – insbesondere bei Batteriezellen und -modulen –, um strategische Rohstoffe effizienter zu überwachen.
Um größere Störungen zu bewältigen, wie etwa die durch Verspätungen im Roten Meer verursachten Lieferengpässe, setzte die Sparte Sonderlösungen im Transport ein. Dazu gehörten Sonderflüge und Lkw-Transporte aus China, um die Produktion termingerecht zu halten. Weitere Schritte zielten auf Engpässe in der Fahrzeugverteilung ab, etwa durch die Verlagerung von Transporten auf die Straße und die Sicherung direkter Lkw-Kapazitäten.
Simon Motter betonte die Bedeutung einer krisenfesten Strategie und hob hervor, dass Erfahrung und Gelassenheit unter Druck entscheidend seien, um Herausforderungen zu meistern. Er lobte die Mitarbeiter für ihre Flexibilität und bekräftigte die Präferenz für die Zusammenarbeit mit externen Logistikdienstleistern. Gleichzeitig investiert das Unternehmen jedoch auch in ein stärkeres Partnermanagement, um die Planung und Prognose im Fahrzeuglogistikbereich zu verbessern.
Volkswagen Group Logistics kann nun den Bedarf an Logistikkapazitäten und -dienstleistungen für Fahrzeuge präziser nach Produkt, Region und Transportart vorhersagen. Diese Fortschritte sollen der Sparte helfen, auf künftige Störungen noch effektiver zu reagieren. Der Fokus bleibt darauf gerichtet, in einem volatilen Logistikumfeld Stabilität zu wahren.






