22 March 2026, 12:08

Vuelings Handgepäckregeln gekippt: Gericht stoppt "unfaire" Gebühren für Passagiere

Schwarzes und weißes Bild von Reisenden in einem Flughafen, einige sitzen auf Bänken und andere stehen mit Gepäck, mit einem Mann und einer Frau, die Taschen in der Mitte nahe Fenstern mit Jalousien halten.

Vuelings Handgepäckregeln gekippt: Gericht stoppt "unfaire" Gebühren für Passagiere

Deutsches Gericht kippt Vuelings Handgepäckregeln – "unfair für Passagiere"

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Das Oberlandesgericht Hamm hat die Handgepäckpolitik der Fluggesellschaft Vueling als ungerecht gegenüber Reisenden eingestuft. Die Richter entschieden, dass Airlines für Handgepäckstücke in angemessener Größe keine Zusatzgebühren verlangen dürfen. Die Klage hatte der Verband der Verbraucherzentralen (vzbv) eingereicht, der argumentierte, die Beschränkungen des Unternehmens verstießen gegen EU-Recht.

Im Mittelpunkt des Streits stand Vuelings Praxis, nur eine kleine Tasche (20 x 30 x 40 cm) kostenlos zuzulassen, während für größere Stücke Gebühren fällig wurden. Das Gericht gab dem vzbv recht: Handgepäck sei ein grundlegender Bestandteil des Flugreiseservice und dürfe nicht mit versteckten Kosten verbunden sein. Ramona Popp, Vorstandsvorsitzende des Verbandes, kritisierte, dass Airlines vage EU-Richtlinien ausnutzten, um Passagieren zusätzliche Gebühren aufzuerlegen.

Popp forderte, dass jedes Ticket künftig ein kleines persönliches Gepäckstück sowie einen Standard-Koffer mit mindestens 115 cm Gesamtgröße und bis zu 10 kg Gewicht umfassen müsse. Zudem verlangte sie klarere EU-weite Vorgaben, um Verwirrung und Rechtsstreitigkeiten zu vermeiden. Die Entscheidung des Gerichts folgt auf einen Vorschlag des Europäischen Parlaments von Januar, der Zusatzgebühren für Handgepäck verbieten soll – konkrete Größenvorgaben stehen jedoch noch aus.

Ähnliche Klagen gegen EasyJet, Eurowings und Wizz Air wegen deren Handgepäckregelungen laufen noch.

Das Urteil zwingt Vueling nun, seine Politik zu ändern und Passagieren zu erlauben, größere Handgepäckstücke ohne Aufpreis mitzunehmen. Der Fall könnte Präzedenzwirkung für andere Airlines haben, die sich mit rechtlichen Herausforderungen zu ihren Gepäckgebühren konfrontiert sehen. Unterdessen drängen Verbraucherschützer auf strengere EU-Vorschriften, was als kostenloses Handgepäck gelten soll.

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