10 January 2026, 10:02

VRR startet große Fahrgastbefragung für fairere Ticket-Erlöse im Ruhrgebiet

Ein Stadtposter mit Menschen zu Fuß und Fahrrad, Gebäuden, Bäumen und einer bewölkten Himmel, mit Text und QR-Code auf der rechten Seite.

VRR startet große Fahrgastbefragung für fairere Ticket-Erlöse im Ruhrgebiet

Großangelegte Fahrgastbefragung startet heute im Rhein-Ruhr-Gebiet

Ab heute beginnt im Rhein- und Ruhrgebiet eine umfangreiche Nachrichten. Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) sammelt Daten, um die Ticket-Erlöse gerechter unter den Verkehrsunternehmen aufzuteilen. Millionen Pendler, die täglich Busse und Bahnen nutzen, könnten in den kommenden Jahren um ihre Mitarbeit gebeten werden.

Im Rahmen der Erhebung werden Angaben zu Reiserouten, genutzten Tickets und Kauforten der Fahrscheine erhoben. Erstmals werden Interviewer in ausgewählten Zügen, Straßenbahnen und Bussen anwesend sein, um kurze, freiwillige Befragungen durchzuführen. Die Antworten der Teilnehmer bleiben anonym, die Daten werden direkt auf den Smartphones der Interviewer erfasst.

Das Projekt läuft bis 2028 in regelmäßigen Abständen, um ein präzises Bild der Fahrgewohnheiten zu erhalten. Dieser langfristige Ansatz soll Schwankungen in den Fahrgastzahlen zu verschiedenen Zeiten und auf unterschiedlichen Strecken erfassen. Die Ergebnisse helfen dabei, die Ticket-Erlöse genauer unter den 33 Verkehrsunternehmen und sieben Eisenbahnbetreibern im VRR-Netz zu verteilen. An der Erlösaufteilung beteiligt sind unter anderem DB Regio AG, National Express Rail GmbH sowie Abellio Rail NRW GmbH (oder ein Nachfolger im VRR-Netz). Zudem gehören Transdev Rhein-Ruhr / RheinRuhrBahn, Eurobahn (Keolis Deutschland GmbH & Co. KG), Regiobahn GmbH und NordWestBahn GmbH zum System. Jedes dieser Unternehmen ist auf verlässliche Daten angewiesen, um seinen Anteil an den Ticket-Einnahmen zu bestimmen.

Die Erkenntnisse der Befragung werden maßgeblich beeinflussen, wie die Ticket-Gelder in den kommenden Jahren unter den Betreibern aufgeteilt werden. Bis 2028 erwartet der VRR eine detaillierte und aktuelle Aufzeichnung der Fahrgastströme. Damit sollen veraltete Schätzungen ersetzt und sichergestellt werden, dass die Finanzierung dem tatsächlichen Nutzungsverhalten im gesamten Verkehrsnetz der Region entspricht.