Verkehrssicherheit 2025 im Märkischen Kreis: Weniger Tote, aber mehr Drogenfahrten und E-Scooter-Unfälle
Anna KrauseVerkehrssicherheit 2025 im Märkischen Kreis: Weniger Tote, aber mehr Drogenfahrten und E-Scooter-Unfälle
Verkehrssicherheit im Märkischen Kreis zeigt 2025 gemischtes Bild
Im Märkischen Kreis präsentiert sich die Verkehrssicherheit für das Jahr 2025 mit Licht und Schatten: Zwar gab es weniger Todesopfer bei Unfällen, doch andere Problembereiche verschärften sich – darunter mehr verletzte Kinder auf dem Schulweg. Zudem verzeichnete die Polizei einen deutlichen Anstieg von Drogenfahrten sowie eine kontinuierliche Zunahme von E-Scooter-Unfällen.
Die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle blieb 2025 mit 14.343 registrierten Fällen nahezu unverändert im Vergleich zum Vorjahr. Allerdings verschob sich die Schwere der Vorfälle: Die Zahl der Getöteten sank auf sieben (2024: elf), und auch die Schwerverletzten gingen um 15 Prozent auf 192 zurück. Gleichzeitig stiegen leichte Verletzungen um 6,4 Prozent auf 945 Fälle.
Zu den häufigsten Ursachen für schwere Unfälle zählten weiterhin überhöhte Geschwindigkeit, Vorfahrtsmissachtung und falsches Abbiegen. Gleichzeitig entwickelte sich das Fahren unter Drogeneinfluss zu einem wachsenden Problem: Die Polizei ordnete bei 1.367 Fahrern Blutproben wegen Verdachts auf Drogenkonsum an – ein Anstieg gegenüber 915 Fällen im Jahr 2024.
Die Unfallzahlen mit E-Scootern stiegen weiter an: 2025 verletzten sich 49 Fahrer. Seit 2020 hat sich die Zahl der schweren Verletzungen in diesem Bereich drastisch erhöht – von zwölf Fällen auf 45 im Jahr 2024. Häufig missachten Nutzer die Regeln, etwa durch Rasen, Fahren auf Gehwegen oder das Ignorieren der Vorfahrt.
Bei Motorradunfällen gab es einen Rückgang: 2025 wurden 98 Unfälle mit drei Toten registriert. Ein besonders tragischer Fall betraf ein 10-jähriges Mädchen aus Ihmert, das bei einem Verkehrsunfall ums Leben kam. Zudem nahmen Verletzungen von Kindern auf Schulwegen zu – mit 142 Vorfällen im Vergleich zu 128 im Vorjahr.
Die Bilanz für 2025 zeigt Fortschritte, aber auch anhaltende Risiken im Straßenverkehr des Märkischen Kreises. Zwar gingen Tote und Schwerverletzte zurück, doch Drogen am Steuer, E-Scooter-Unfälle und die Sicherheit von Kindern bleiben zentrale Herausforderungen. Die Behörden dürften künftig auf strengere Kontrollen und Präventionskampagnen setzen, um diese Probleme anzugehen.