Thyssenkrupp erwägt Teilverkauf der profitablen Rothe-Erde-Sparte für 1,5 Milliarden Euro
Maximilian MaierThyssenkrupp erwägt Teilverkauf der profitablen Rothe-Erde-Sparte für 1,5 Milliarden Euro
Thyssenkrupp prüft Teilverkauf seiner Wälzlager-Sparte Rothe Erde
Der Industriekonzern Thyssenkrupp erwägt den Verkauf eines Teils seiner profitablen Wälzlager-Sparte Rothe Erde, um frisches Kapital zu beschaffen – dabei soll jedoch die Kontrolle über das Geschäft erhalten bleiben. Wie aus Kreisen des Unternehmens verlautet, lotet das Unternehmen das Interesse potenzieller Käufer an einem Anteil von etwa 30 Prozent aus.
Die deutsche Industriegruppe hat Rothe Erde mit einem ehrgeizigen Wert von 1,5 Milliarden Euro taxiert, was umgerechnet etwa 1,8 Milliarden US-Dollar entspricht. Diese Bewertung unterstreicht die starke Marktposition der Sparte. Thyssenkrupp hat das Segment wiederholt als einen zentralen Vermögenswert innerhalb seines Portfolios bezeichnet.
Bisher wurde kein konkreter Käufer genannt. Stattdessen prüft das Unternehmen derzeit Angebote von Investoren. Ein Verkauf einer Minderheitsbeteiligung würde es Thyssenkrupp ermöglichen, Kapital freizusetzen, ohne den operativen Einfluss auf den Wälzlagerhersteller zu verlieren. Das Unternehmen zeigt sich offen für verschiedene Transaktionsmodelle und bewertet jedes Angebot einzeln, um das finanziell beste Ergebnis zu erzielen. Der Prozess spiegelt die Strategie der Gruppe wider, ihre Geschäftsbereiche zu optimieren und gleichzeitig langfristigen Wert zu sichern.
Ein erfolgreicher Deal könnte Thyssenkrupp dringend benötigte Mittel für seine Geschäfte bescheren. Der Konzern würde weiterhin die Mehrheit an Rothe Erde halten und damit die Kontrolle behalten. Die endgültige Bewertung und die Konditionen hängen von den eingereichten Angeboten der Interessenten ab.