22 January 2026, 20:09

Theaterstück über Rechtsextremismus feiert Premiere – inspiriert vom Mord an Walter Lübcke

Ein Plakat zeigt eine chaotische Szene von Menschen mit Waffen und einer Fahne, mit Gebäuden im Hintergrund und Flugzeugen am Himmel, mit dem Text "Chateau Thierry, die Wende des Ersten Weltkriegs" darunter.

Theaterstück über Rechtsextremismus feiert Premiere – inspiriert vom Mord an Walter Lübcke

Ein neues Theaterstück über den Aufstieg des Rechtsextremismus in Deutschland feiert bald Premiere

Das Westfälische Landestheater bringt eine Produktion auf die Bühne, die sich mit der wachsenden Bedrohung durch rechtsextreme Gewalt in Deutschland auseinandersetzt. Inspiriert wurde das Stück vom Mord an Walter Lübcke, dem ehemaligen Regierungspräsidenten von Kassel, der 2019 ermordet wurde. Das Projekt wird von Lübckes Familie unterstützt und erhält staatliche Förderung.

Walter Lübcke wurde am 2. Juni 2019 vor seinem Haus erschossen. Sein Mörder, Stephan Ernst, hatte 2015 an einer Veranstaltung teilgenommen, bei der Lübcke die Flüchtlingspolitik verteidigte. Zwischen 2015 und 2019 radikalisierte sich Ernst zusehends und schloss sich schließlich rechtsextremen Kreisen an.

Das Stück thematisiert die übergreifenden Gefahren des Extremismus – von Bedrohungen für die Demokratie bis hin zur Einschüchterung von Politiker:innen. Gefördert wird die Produktion von der Landeszentrale für politische Bildung Nordrhein-Westfalen.

Karten sind über das Zentrale Kultur- und Tourismusbüro in Lünen oder im Webshop des Kulturamts erhältlich. Die Preise liegen zwischen 15 und 26 Euro, ermäßigt für Studierende, Schüler:innen und Bundesfreiwilligendienstleistende.

Ziel der Inszenierung ist es, eine gesellschaftliche Debatte über politische Gewalt und Extremismus in Deutschland anzustoßen. Während die genauen Aufführungstermine und der Spielort noch nicht feststehen, ist der Vorverkauf bereits eröffnet. Die Premiere fällt in eine Zeit, in der die Sicherheit von Amtsträger:innen und die Verteidigung demokratischer Werte intensiv diskutiert werden.