Tag der offenen Moschee: Gütersloh lädt zum Dialog und Gebet ein
Am Tag der Deutschen Einheit öffneten Moscheen bundesweit ihre Türen für Besucher im Rahmen des jährlichen Tags der offenen Moschee. In Gütersloh lud die örtliche Gemeinde Gäste zu Führungen, Gebeten und Gesprächen ein. Die Veranstaltung sollte das Verständnis fördern – Menschen aller Herkunft waren eingeladen, die Räumlichkeiten zu erkunden und mehr über islamische Traditionen zu erfahren.
Die Gütersloher Moschee besteht seit 1987; das heutige Gebäude wurde 1990 erworben. Betrieben wird sie von der Ditib-Organisation, die an belebten Tagen regelmäßig über 200 Gläubige versammelt. Obwohl sich die Gemeinde aus politischen Debatten heraushält, legt sie Wert auf Offenheit und den Austausch mit Besuchern.
Beim diesjährigen Tag der offenen Tür am Freitag konnten Gäste an Führungen teilnehmen, dem Mittagsgebet beiwohnen und sich in Vorträgen über den Islam informieren. Das Gebet selbst fand nach Geschlechtern getrennt statt, die Predigt hielt der Imam auf Türkisch. Unter den Besuchern war auch Freya Knight, die mit ihrer Großmutter gekommen war, um sich umzusehen und Fragen zu stellen.
Frank Mertens, der Integrationsbeauftragte der Stadt, lobte die Offenheit der Moschee und die reibungslose Zusammenarbeit. Trotz früherer Kritik an Ditibs Verbindungen zur türkischen Religionsbehörde stand bei der Veranstaltung der Dialog im Vordergrund – nicht die Kontroverse.
Der Tag der offenen Moschee 2025 fiel mit dem Freitagsgebet zusammen und gab den Gästen so einen direkten Einblick in den wöchentlichen Gottesdienst. Wie andere Moscheen im Land nutzte auch die Gütersloher Gemeinde die Gelegenheit, Brücken zu bauen und Fragen zu beantworten. Die Organisatoren hoffen, dass die Initiative den Austausch zwischen der muslimischen Gemeinschaft und der breiten Öffentlichkeit weiter stärkt.






