SPD Meerbusch setzt auf Frauenhäuser und Mieterschutz mit neuer Führung
Maximilian MaierSPD Meerbusch setzt auf Frauenhäuser und Mieterschutz mit neuer Führung
SPD Meerbusch formiert Führung neu und setzt auf Frauenhaus-Förderung und Mieterschutz
Bei einer jüngsten Kreisversammlung hat die SPD Meerbusch ihre Führung umstrukturiert und neue politische Schwerpunkte gesetzt. Zu den zentralen Beschlüssen zählen personelle Neubesetzungen, die Forderung nach besserer Finanzierung von Frauenhäusern sowie Maßnahmen zum Schutz von Mieter:innen vor steigenden Modernisierungskosten.
Ein langjähriges Mitglied zog sich aus dem Vorstand zurück, während andere erweiterte Aufgaben in regionalen Gremien und Schiedsstellen übernahmen.
Chantal Messing, die fünf Jahre dem Kreisvorstand angehörte, kandidierte nicht erneut für diese Position. Dennoch bleibt sie aktiv – als Vorsitzende der SPD Meerbusch sowie als gewählte Delegierte und Mitglied im Landesparteirat für den Kreis.
Auf der Versammlung wurde Christina Borggraefe mit 71 von 84 Stimmen zur stellvertretenden Kreisvorsitzenden gewählt. Zudem vertritt sie den Kreis im Bezirksvorstand. Michael Grams stieg als Beisitzer in den Vorstand ein, erhielt 67 von 83 Stimmen und damit volles Stimmrecht.
Dieter Jürginkes wurde in die neu geschaffene Schiedskommission des Kreises berufen, was die Führungsstruktur weiter stärkt.
In den inhaltlichen Debatten wurden zwei zentrale Anträge verabschiedet: Der erste fordert eine angemessene Finanzierung von Frauenhäusern und sieht vor, die derzeit acht Schutzplätze im Rhein-Kreis Neuss bis 2030 zu verdreifachen. Die zweite Initiative, beschlossen im Rahmen des Gebäudeenergiegesetzes, zielt darauf ab, Mieter:innen vor übermäßigen Kosten durch Modernisierungsmaßnahmen zu schützen.
Diese Schritte stehen im Einklang mit den Forderungen der ASF (Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen) nach vollständiger Umsetzung der Istanbul-Konvention und unterstreichen das Engagement gegen geschlechtsspezifische Gewalt.
Die SPD Meerbusch hat damit klare Prioritäten für die kommenden Jahre gesetzt. Die personellen Veränderungen bringen frische Impulse, während die neuen politischen Vorhaben bezahlbaren Wohnraum und den Ausbau von Frauenhaus-Plätzen in den Fokus rücken. Für aktuelle Entwicklungen zu den Kapazitätsentscheidungen bleiben lokale Behörden und Nachrichtenquellen die besten Anlaufstellen.