Solinger Kirchen suchen nach neuem Leben – SPD will Bürokratie abbauen
Anna SchmitzSolinger Kirchen suchen nach neuem Leben – SPD will Bürokratie abbauen
Kirchgemeinden in Solingen suchen zunehmend nach neuen Nutzungen für ihre Gebäude
Angesichts sinkender Besucherzahlen stehen protestantische und katholische Gemeinden in Solingen vor der Herausforderung, ihre Kirchenräume umzuwidmen. Die SPD-Fraktion im Stadtrat hat nun Initiative ergriffen und fordert mehr kommunale Unterstützung, um den Prozess zu erleichtern.
Im Mittelpunkt des SPD-Vorschlags steht die Bürokratieabbau für Gemeinden, die ihre Kirchengebäude umnutzen möchten. Ein gemeinsamer Antrag sieht die Einrichtung einer Koordinierungsstelle im Rathaus vor, die als zentrale Anlaufstelle fungieren und bei Bauvorschriften sowie Denkmalschutzfragen helfen soll.
Zudem ist eine Arbeitsgruppe mit Politikern und Verwaltungsvertretern geplant, die Projekte von der Planung bis zur Umsetzung begleitet. Die SPD strebt verbindliche Leitlinien zwischen Rat, Verwaltung und Gemeinden an, um eine reibungslose Zusammenarbeit zu gewährleisten. Ziel ist ein überparteilicher Ansatz, der alle demokratischen Kräfte im Rat hinter dem Vorhaben vereint.
Besonders Bauvorschriften und Denkmalschutz erschweren oft die Umnutzung von Kirchengebäuden. Zwar kann die Stadt keine finanziellen Hilfen leisten, doch praktische Unterstützung bei diesen Fragen ist möglich. Parallel zeigt die Ausstellung „Kirchen als vierte Orte“ in der Lutherkirche kreative Beispiele, wie ehemalige Kirchen umgestaltet wurden – eine Inspirationsquelle für lokale Gemeinden.
Mit ihrem Antrag will die SPD klare Strukturen für die Umnutzung von Kirchengebäuden in Solingen schaffen. Eine Koordinierungsstelle und die Arbeitsgruppe sollen Gemeinden direkt unterstützen. Durch die Entlastung von bürokratischen Hürden könnten mehr Projekte vorankommen.
