Solinger Kirchen stehen vor radikaler Umnutzung bis 2037 – Bürger können mitreden
Maximilian MaierSolinger Kirchen stehen vor radikaler Umnutzung bis 2037 – Bürger können mitreden
Die evangelische Kirche in Solingen steht vor tiefgreifenden Veränderungen ihres Immobilienbestands. Bis 2037 soll die Gesamtfläche halbiert werden – einige Gebäude werden dann nicht mehr als Kirchen genutzt. Bei einer Informationsveranstaltung am Mittwoch, dem 11. Februar 2026, werden die Pläne für die Veranstaltungen heute in der Nähe und die Zukunft der Kirchengebäude vorgestellt und die Öffentlichkeit zur Mitsprache eingeladen.
Eine Arbeitsgruppe unter Leitung des ehemaligen Stadtdirektors Hartmut Hoferichter war im November 2025 damit beauftragt worden, Vorschläge für die Zukunft der Kirchengebäude zu erarbeiten. Ihre ersten Empfehlungen liegen nun zur Diskussion vor. Im Mittelpunkt stand die Frage, welche Standorte unverzichtbar sind und welche langfristig zur Strategie der Kirche passen.
Die Veranstaltung beginnt um 19:00 Uhr im Bürgersaal am Fronhof, der zur Stadtkirche Mitte gehört. Dort wird erörtert, welche der 13 aktiven Kirchengebäude und 9 Gemeinschaftszentren Solingens nach 2035 weiter in kirchlicher Nutzung bleiben sollen. Finanzielle Aspekte werden zunächst ausgeklammert, um den Abend auf praktische und strategische Entscheidungen zu konzentrieren.
Die Kirche räumt ein, dass der Erhalt aller bestehenden Immobilien auf Dauer nicht tragbar ist. Die Veranstaltung bietet Bürgerinnen und Bürgern die Gelegenheit, sich über die Pläne für die Veranstaltungen heute in der Nähe und die Umgestaltung mitzugestalten.
Der Termin am 11. Februar markiert einen wichtigen Schritt bei der Entscheidung über die Zukunft der Solinger Kirchengebäude. Am Ende des Prozesses soll eine endgültige Liste stehen, welche Standorte erhalten oder umgenutzt werden. In weiteren Phasen gehen die Verantwortlichen dann die Fragen der Finanzierung und Umsetzung für die Veranstaltungen heute in der Nähe an – rechtzeitig vor dem Stichtag 2037.