05 June 2026, 16:24

Solingen diskutiert: Soziale Einrichtungen am Limit – wer hilft?

IHK-Kreisausschuss Solingen und Wohlfahrtsverbände treffen sich beim Deutschen Roten Kreuz

Solingen diskutiert: Soziale Einrichtungen am Limit – wer hilft?

Treffen in Solingen: Sozialverbände und lokale Führungskräfte diskutieren wachsenden Druck auf soziale Dienstleistungen

Bei einem kürzlichen Treffen in Solingen kamen Wohlfahrtsverbände und kommunale Verantwortungsträger zusammen, um über die zunehmende Belastung der sozialen Einrichtungen zu beraten. Die im DRK Solingen abgehaltene Veranstaltung machte sowohl die wirtschaftliche Bedeutung dieser Organisationen als auch die finanziellen Herausforderungen deutlich, vor denen sie stehen. Die Anwesenden betonten die Notwendigkeit stärkerer Unterstützung durch Politik und Öffentlichkeit.

An der Runde nahmen Vertreter der IHK-Bezirksgeschäftsstelle, verschiedener Wohlfahrtsverbände sowie der Bezirksverwaltung teil. Im Mittelpunkt stand die zentrale Rolle dieser Gruppen für die Solinger Wirtschaft – nicht nur als Dienstleister, sondern auch als wichtige Arbeitgeber. Ihr Wirkungskreis umfasst Kinderbetreuung, die Integration von Migrantinnen und Migranten, Familienhilfe sowie die Unterstützung von Menschen mit Behinderungen und Obdachlosen.

Dr. Thorsten Böth verwies auf steigende Kosten und starre Refinanzierungsgrenzen als Haupthemmnisse. Ohne ausreichende Förderung, warnte er, könnten essenzielle Angebote an Qualität einbüßen. Jan Peter Coblenz ergänzte, dass neben der Finanzierung auch ein größeres öffentliches Bewusstsein für ehrenamtliches Engagement und soziale Arbeit entscheidend sei.

Der Ausschuss forderte Bundes-, Landes- und Kommunalbehörden zum Handeln auf. Im Fokus stand die Forderung nach stabiler Finanzierung sowie der Gewinnung von Fachkräften, um den reibungslosen Betrieb der Einrichtungen zu sichern.

Das Treffen unterstrich die doppelte Funktion der Wohlfahrtsverbände in Solingen: als wirtschaftliche Stützen und als Lebensader für benachteiligte Gruppen. Nun liegt es an den Entscheidungsträgern, die Finanzierungslücken zu schließen und die Arbeit dieser Organisationen langfristig zu sichern. Ohne gezielte Maßnahmen könnte die Belastung der sozialen Infrastruktur weiter zunehmen.

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