SmartWin: Revolutionäre Fenstertechnologie soll Energieverbrauch von Gebäuden halbieren
Maximilian MaierSmartWin: Revolutionäre Fenstertechnologie soll Energieverbrauch von Gebäuden halbieren
Ein neues Projekt will revolutionieren, wie Gebäude Licht und Wärme durch fortschrittliche Fenstertechnologie steuern
Die Initiative SmartWin vereint Industrie- und Forschungspartner, um intelligente, energieeffiziente Verglasungslösungen zu entwickeln. Da Gebäude fast 40 Prozent des gesamten Energieverbrauchs ausmachen – ein Großteil davon für Klimatisierung – ist der Bedarf an smarteren Systemen offensichtlich.
Das SmartWin-Projekt wurde von SIONIC Smart Glass GmbH ins Leben gerufen, einem Spezialisten für intelligente Verglasung und beschichtete Folien. Unterstützt wird das Vorhaben von FITT, ALU-CON Fenster- und Fassadenkonstruktionen GmbH sowie dem Zentrum für Angewandte Energieforschung (CAE), das sich auf nachhaltige, CO₂-neutrale Energiesysteme konzentriert. Ziel der Zusammenarbeit ist es, eine langjährige Herausforderung zu bewältigen: die Entwicklung kostengünstiger, skalierbarer Smart Windows, die Licht und Wärme dynamisch regulieren.
Bisherige Versuche mit schaltbaren Sonnenschutzverglasungen scheiterten oft an hohen Produktionskosten. Um dies zu überwinden, setzt das Team auf ein Roll-to-Roll-Fertigungsverfahren, das die Kosten senken soll, ohne die Qualität zu beeinträchtigen. Gefördert wird das Projekt durch das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK).
Das Marktpotenzial ist beträchtlich: Allein in Deutschland werden jährlich 15,5 Millionen Fenstereinheiten eingebaut – eine große Chance für diese Technologie. Bei Erfolg könnte die neue Verglasung den Energieverbrauch in modernen Gebäuden mit großen Glasfassaden deutlich reduzieren.
Das SmartWin-Projekt strebt eine praxistaugliche Lösung für energieeffiziente Fenster an. Durch die Kombination skalierbarer Produktionsmethoden mit dynamischer Licht- und Wärmeregulierung ließen sich die Kosten für Hersteller und Gebäudeeigentümer senken. Langfristig könnte dies helfen, den 40-prozentigen Energieanteil, der derzeit für die Klimatisierung von Gebäuden aufgewendet wird, zu verringern.
