Seniorenrat warnt vor ÖPNV-Preisexplosion und digitalem Ticket-Zwang
Maximilian MaierSeniorenrat warnt vor ÖPNV-Preisexplosion und digitalem Ticket-Zwang
Der Seniorenrat hat schwere Bedenken gegen geplante Erhöhungen der ÖPNV-Tarife und die Umstellung auf rein digitale Ticketlösungen geäußert. In einer aktuellen Stellungnahme warnt die Organisation, dass diese Änderungen ältere Fahrgäste besonders hart treffen würden – viele von ihnen kämpfen bereits mit steigenden Lebenshaltungskosten.
Die Kritik des Rates folgt auf einen Beschluss von November 2025, in dem faire und transparente Tarife für alle gefordert wurden. Nun argumentiert die Gruppe, dass höhere Preise – insbesondere für Fahrten über Gemeindegrenzen hinweg – eine unzumutbare Belastung für Senioren darstellen würden, die ohnehin schon unter der Inflation leiden. Übergänge zwischen verschiedenen Verkehrsverbünden dürften nicht mit Zusatzkosten verbunden sein, betont der Rat.
Auch die digitale Ticketlösung birgt erhebliche Probleme. Viele ältere Reisende sind weiterhin auf Fahrkartenautomaten, persönliche Schalter und gedruckte Tickets angewiesen. Der Rat warnt, dass eine zwangsweise Umstellung auf ein rein digitales System all jene ausschließen würde, die nicht in der Lage oder nicht bereit sind, Smartphones oder Online-Plattformen zu nutzen.
Als Reaktion hat der Rat die Verantwortlichen des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr (VRR) und seiner Tarifpartner aufgefordert, die geplanten Preiserhöhungen zu stoppen. Ohne Kurskorrektur drohe der öffentliche Nahverkehr für einen erheblichen Teil der Bevölkerung unerschwinglich zu werden, so die Warnung.
Im Mittelpunkt der Forderungen stehen zwei zentrale Punkte: bezahlbare Tarife und der Erhalt nicht-digitaler Ticketoptionen. Ohne diese Maßnahmen könnten ältere Bürger mit noch größeren finanziellen Belastungen und eingeschränkter Mobilität im Alltag konfrontiert sein.
