Sabotage bei Essen: Güterzug entgleist kurz vor US-Militärtransport
Zugentgleisung bei Essen: Sabotageakt kurz vor US-Militärtransport
Am 12. Januar 2025 entgleiste ein Güterzug zwischen Essen und Oberhausen, nachdem eine Metallklemme auf den Gleisen platziert worden war. Der Vorfall wurde als Sabotage bestätigt und ereignete sich nur Augenblicke, bevor ein Konvoi der US-Streitkräfte die Strecke passieren sollte. Der Zwischenfall reiht sich in eine Serie von Angriffen auf das deutsche Schienennetz ein.
Die Zahl der Sabotageakte an der deutschen Verkehrsinfrastruktur ist in den letzten Jahren stark angestiegen. Allein 2025 registrierte das Bundeskriminalamt (BKA) 93 solche Straftaten – ein Anstieg gegenüber 78 Fällen im Jahr 2023 und 58 im Jahr 2024. Zu den Vorfällen zählen Brände, Kabeldurchtrennungen und Cyberangriffe auf den Bahnbetrieb.
Im Januar 2025 legte ein Feuer in einem Berliner Kabelkanal den Regionalverkehr lahm. Später bekannte sich eine linksextremistische Gruppe zu der Tat. Noch im selben Monat wurden drei Männer festgenommen, die mutmaßlich Brand- und Bombenanschläge auf den Güterverkehr geplant hatten.
Im Laufe des Jahres häuften sich die Vorfälle: Ende Juli führten zwei Kabelbrände zwischen Duisburg und Düsseldorf zu Streckenstilllegungen. Im August durchtrennten mutmaßliche Saboteure Steuerkabel in der Nähe des Bahnhofs Coburg. Im September wurden bei Leverkusen mehrere Kabel durchgetrennt, wodurch ein Stellwerk außer Betrieb gesetzt wurde.
Das Problem beschränkt sich nicht auf Deutschland. Im Herbst 2025 verübten zwei Ukrainer im Auftrag Russlands Sprengstoffanschläge auf eine wichtige Bahnstrecke zwischen Warschau und Lublin.
Die Entgleisung bei Essen unterstreicht die wachsende Bedrohung für die Verkehrssicherheit. Die Behörden ermitteln in zahlreichen Fällen – Sabotage ist mittlerweile ein wiederkehrendes Problem im gesamten Schienennetz. Die steigenden Zahlen des BKA zeigen das Ausmaß der Herausforderung, vor der Bahnbetreiber und Sicherheitsbehörden stehen.






