Ricarda Lang stichelt bei Karneval gegen Söder und Bär – mit scharfem CSU-Witz
Mila WalterRicarda Lang macht Witz über Söder: "Nürnberger Würstchen" - Ricarda Lang stichelt bei Karneval gegen Söder und Bär – mit scharfem CSU-Witz
Karnevalsveranstaltung in Aachen: Ricarda Lang nimmt Markus Söder und Dorothee Bär auf die Schippe
Eine Karnevalsfeier in Aachen bot die Bühne für politische Sticheleien, als Ricarda Lang, Co-Vorsitzende der Grünen, Markus Söder und Dorothee Bär (beide CSU) mit beißendem Spott bedachte. Die locker vorgetragenen, aber gezielten Spitzen fielen während der jährlichen Verleihung des "Ordens gegen tödlichen Ernst" – einer Auszeichnung, die mit humorvollen, oft politischen Seitenhieben verbunden ist. Langs Rede enthielt spöttische Angriffe auf den bayerischen Ministerpräsidenten und eine CSU-Kollegin, die damit eine ältere Kontroverse wiederbelebte.
Im Fokus ihrer Witze stand Markus Söder, den sie als "Nürnberger Rostbratwurst mit Troll-Lizenz" und "fränkischen Fleisch-Sommelier" mit Napoleon-Komplex bezeichnete. Auch seine Körpergröße und eine angebliche Arroganz nahm sie aufs Korn – was beim Publikum für Heiterkeit sorgte.
Der Ursprung der Feindseligkeiten reicht bis Dezember 2023 zurück, als Söder bei einem CSU-Parteitag eine umstrittene Bemerkung fallen ließ. An Bär gerichtet, sagte er: "Keine Frage, wir erwarten nicht viel von dir, aber wir würden uns freuen, wenn viel Geld nach Bayern fließt, liebe Doro – ha ha, das wär' schön." Viele empfanden die Äußerung als herablassend, doch Bär wiegelte später ab: Söder habe es nicht ernst gemeint und sich entschuldigt.
Bei der Karnevalsveranstaltung griff Lang auch Bär auf, scherzte jedoch, sie habe "keine harten Worte für sie übrig, weil sich ja schon jemand anderes darum kümmere". Der Abend endete damit, dass Bär für 2024 zur "Ritterin des Ordens" ernannt wurde – ein Titel, der im Rahmen der satirischen Preisverleihung traditionell vergeben wird.
Der Schlagabtausch unterstrich einmal mehr das anhaltende politische Geplänkel zwischen den Parteien, das Humor mit spitzer Kritik verbindet. Zwar gab es keine direkte Reaktion von Söder, doch die Veranstaltung rückte alte Spannungen wieder ins Rampenlicht. Die Karnevalstradition erwies sich damit erneut als Plattform, auf der Satire und reale politische Reibereien aufeinandertreffen.