Polizei stoppt Motorradflucht nach riskanter Kontrolle in Altena
Altenaer Polizei beteiligt sich an europaweiter Aktion gegen gefährliches Fahren im Rahmen der Roadpol-Kampagne Konzentration im Verkehr
Bei Kontrollen in der Bahnhofstraße gingen Beamte gezielt gegen Ablenkung, Rasen und Fahrer ohne Führerschein vor. Die Maßnahme führte zu zahlreichen Bußgeldern und einer spektakulären Verfolgungsjagd, nachdem ein Motorradfahrer eine Kontrolle flüchtete.
Die Überprüfungen begannen mit einer Routinekontrolle in der Bahnhofstraße, bei der ein 20-jähriger Motorradfahrer ohne Führerschein beim Überholen an einer unübersichtlichen Stelle erwischt wurde. Als die Beamten sich näherten, flüchtete der Fahrer und löste damit eine Verfolgungsjagd durch mehrere Straßen aus. Die Flucht endete, als der Motorradfahrer am Beginn der Uferstraße in Küstersort die Kontrolle verlor und stürzte.
Im Rahmen der Aktion wurden elf Autofahrer wegen überhöhter Geschwindigkeit in der 30er-Zone mit Bußgeldern belegt. Zwölf weitere Fahrer mussten Strafe zahlen, weil sie während der Fahrt ihr Handy nutzten – jeweils 100 Euro Bußgeld, eine Bearbeitungsgebühr sowie einen Punkt in Flensburg. Die Polizei wies darauf hin, wie riskant Ablenkung ist: Bei Tempo 50 legt ein Fahrzeug in nur einer Sekunde Handy-Nutzung 14 Meter zurück, ohne dass der Fahrer auf die Straße achtet.
Dem Motorradfahrer drohen nun mehrere Anklagepunkte, darunter Fahren ohne Führerschein, gefälschte Kennzeichen, fehlende Pflichtversicherung und die Teilnahme an einem illegalen Rennen. Die Ermittlungen der Polizei laufen noch.
Die Kampagne Konzentration im Verkehr hat bereits zu Bußgeldern, Ordnungswidrigkeitenanzeigen und laufenden juristischen Verfahren geführt. Die Behörden betonen erneut die Gefahren von Rasen, Ablenkung und Fahren ohne Fahrerlaubnis. Weitere Kontrollen im Rahmen der Roadpol-Initiative sind geplant.






