Partnachklamm: Warum Besucher die eisige Naturwunder gefährden
Breitachklamm: Kritik an Besucherverhalten in der spektakulären 150 Meter tiefen Partnachklamm bei Oberstdorf
Die atemberaubende Partnachklamm, eine 150 Meter tiefe Schlucht in der Nähe von Oberstdorf, steht wegen des Verhaltens einiger Besucher in der Kritik. Ein Nutzer auf Reddit wies kürzlich darauf hin, dass Kinder empfindliche Eisförmationen innerhalb der Klamm beschädigen. Obwohl die Schlucht ein beliebtes Winterziel bleibt, mussten Mitarbeiter bereits eingreifen, um größere Schäden an der eisigen Landschaft zu verhindern.
Seit 1905 ist die Klamm für die Öffentlichkeit zugänglich – damals auf Initiative des örtlichen Pfarrers Johannes Schiebel. Ihre dramatischen Felswände und zugefrorenen Wasserfälle entstanden über einen Zeitraum von 10.000 Jahren, als sich der Partnachgletscher zurückzog. Heute können Besucher Rundwanderwege durch die Schlucht erkunden, die mit höheren Pfaden rund um Partnach und Engenkopf verbunden sind.
Der Eintritt beträgt 9 Euro für Erwachsene und 2,50 Euro für Kinder. Trotz der Beliebtheit des Ortes sieht die Verwaltung abgebrochene Eiszapfen nicht als ernsthaftes Problem an. Dennoch greifen die Mitarbeiter ein, wenn sie größere Zerstörungen beobachten. Erst kürzlich wurden zwei Kinder dabei gesehen, wie sie Eiszapfen abbrachen und warfen, während ihre Eltern untätig blieben.
Die Partnachklamm ist leicht von Oberstdorf-Tiefenbach oder dem Kleinwalsertal aus erreichbar. Zwar liegen noch keine genauen Besucherzahlen für 2025 vor, doch benachbarte Tourismusorte wie Oberstaufen verzeichnen steigende Ankunftszahlen – ein Zeichen für das wachsende Interesse an der Region.
Mit ihrer beeindruckenden Winterlandschaft und den gut erschlossenen Wegen zieht die Partnachklamm weiterhin Besucher an. Die Verwaltung bleibt wachsam, um die Eisförmationen zu schützen, auch wenn schwerwiegende Vorfälle selten sind. Dank ihrer langen Geschichte und natürlichen Schönheit bleibt die Klamm eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten im Allgäu.