Osnabrücks Karneval feiert erstes schwules Prinzenpaar mit internationalem Flair
Maximilian MaierOsnabrücks Karneval feiert erstes schwules Prinzenpaar mit internationalem Flair
Zum ersten Mal in seiner Geschichte hat das Osnabrücker Karnevalsbürgerkomitee ein Prinzenpaar gekrönt, das aus zwei Prinzen besteht. Das Duo, Prinz Yut I. und sein Partner, brechen zudem mit der Tradition und haben sich das Motto "Cross und queer – bunt, das sind wir" gegeben. Ihre Wahl markiert ein neues Kapitel für das langjährige Fest.
Prinz Yut I., der ursprünglich aus Thailand stammt, ist der erste Karnevalsprinz mit ausländischem Pass. Seine Herkunft verleiht den diesjährigen Feierlichkeiten eine internationale Note. Gemeinsam mit seinem Partner bilden sie das erste gleichgeschlechtliche Prinzenpaar in der Geschichte des Komitees.
Osnabrücks Oberbürgermeisterin Katharina Pötter begrüßte die Ernennung als Zeichen der Offenheit. Sie bezeichnete das Paar als Symbol für Freude und die Freiheit, man selbst zu sein. Ihr Motto "Cross und queer – bunt, das sind wir" spiegle die Vielfalt wider, die innerhalb der Karnevalstradition gefeiert werde.
Die Entscheidung, zwei Prinzen zu wählen, stellt eine Abkehr vom üblichen Format der Veranstaltung dar. In früheren Jahren gab es gemischtgeschlechtliche oder einzelne Herrscherfiguren, doch die diesjährige Auswahl unterstreicht den Wandel hin zu einer breiteren Repräsentation.
Die Ernennung des Prinzenpaares hat wegen ihrer progressiven Haltung Aufmerksamkeit erregt. Ihre Präsenz beim Karneval wird voraussichtlich eine größere Teilnahme verschiedener Gemeinschaften fördern. Die Wahl des Komitees zeigt, wie moderne Werte mit dem Geist des Festes verbunden werden können.






