NRW testet Ermittlungsassistenten gegen Bürokratie-Flut bei der Polizei
Maximilian MaierNRW testet kriminalistische Hilfskräfte - Entlastung für Ermittler - NRW testet Ermittlungsassistenten gegen Bürokratie-Flut bei der Polizei
Polizistinnen und Polizisten in Nordrhein-Westfalen (NRW) kämpfen mit steigenden Fallzahlen und wachsendem Bürokratieaufwand. Um die Beamten zu entlasten, testet das Land nun ein neues Berufsbild: den Ermittlungsassistenten. Diese Mitarbeiter sollen administrative Aufgaben übernehmen, damit die Ermittler sich auf ihre Kernarbeit konzentrieren können – die Aufklärung von Straftaten.
Das Pilotprojekt, das von Innenminister Herbert Reul (CDU) vorgestellt wurde, sieht vor, 15 Ermittlungsassistenten an vier Polizeidirektionen einzusetzen. Sie werden in Essen, Bonn, Mettmann und Hamm tätig sein. Zu ihren Aufgaben gehören Datenbankrecherchen, die Verwaltung von Akten, die Terminplanung sowie das Verfassen von Berichten.
Anders als Ermittler werden die Assistenten keine eigenen Ermittlungen durchführen. Stattdessen unterstützen sie die Beamten, indem sie Büro- und Schreibtischarbeiten übernehmen. Ziel ist es, den Polizisten mehr Zeit für die eigentliche Ermittlungsarbeit zu verschaffen.
Nach Abschluss der Testphase wird geprüft, ob das Modell ausgeweitet werden soll. Bei Erfolg könnten bis zu 100 weitere Polizeidienststellen Ermittlungsassistenten einführen. Die Auswertung soll zeigen, ob das Konzept die Effizienz steigert und den bürokratischen Aufwand verringert.
Mit dem Pilotvorhaben will das Land die Polizeiarbeit entschlacken, indem es den Papierkram reduziert. Falls sich das Projekt bewährt, könnten Ermittlungsassistenten zu einer festen Größe in der NRW-Polizei werden. Die endgültige Entscheidung über eine flächendeckende Einführung fällt nach Auswertung der Erprobungsphase.






