NRW bleibt mit 44 Prozent Deutschlands unangefochtene Film-Hochburg 2024
Anna KrauseNRW bleibt mit 44 Prozent Deutschlands unangefochtene Film-Hochburg 2024
Nordrhein-Westfalen bleibt Deutschlands führende Region für Film- und Fernsehproduktionen
Nordrhein-Westfalen (NRW) bleibt mit 44 Prozent aller in Deutschland produzierten Inhalte im Jahr 2024 die unangefochtene Nummer eins in der Film- und Fernsehbranche. Die Bundesregierung hat nun weitreichende Reformen der Filmförderung angekündigt, die Streamingdienste und Sender mit strengeren Investitionsauflagen in die Pflicht nehmen. Ziel der Änderungen ist es, die lokale Produktion zu stärken und gleichzeitig den boomenden Unterhaltungssektor in NRW zu unterstützen, wo 158 Unternehmen ansässig sind – viele davon in und um Köln.
Die neuen Förderregeln verpflichten Streaminganbieter und Rundfunkanstalten, mindestens acht Prozent ihrer jährlichen Nettoeinnahmen in Produktionen zu investieren. Ein Teil davon muss in europäische und deutsche Projekte fließen, wobei zusätzliche Unterquoten für deutschsprachige Inhalte gelten. Unternehmen, die mehr als zwölf Prozent investieren, können Sondervereinbarungen mit Produktionsfirmen aushandeln, was größeren Beitragszahlern mehr Flexibilität bietet.
Zudem sieht die Reform eine deutliche Aufstockung der Mittel für kommerzielle Filmproduktionen vor: Künftig stehen jährlich 250 Millionen Euro zur Verfügung. Die Landesregierung in NRW begrüßt die Neuerungen – Medienminister Nathanael Liminski bezeichnete das ausgehandelte Modell als "gewinnbringend für die Region". NRW ist bereits führend in der Produktion digitaler und On-Demand-Inhalte, auch wenn die genauen Zahlen für Kölns Produktionsvolumen 2024 noch nicht vorliegen.
Die Vorherrschaft NRWs in der Unterhaltungsbranche beschränkt sich nicht auf klassische Film- und Fernsehformate. Eine aktuelle Studie bestätigt, dass fast die Hälfte aller Shows, Serien und Filme, die 2023 in Deutschland entstanden, aus dem Bundesland stammen – mit Schwerpunkten im Rheinland, Ruhrgebiet und Lippe. Mit der neuen Förderstruktur dürfte sich die Position der Region als Produktionsstandort weiter festigen.
Die Reformen der Bundesregierung werden mehr Investitionen in deutsche und europäische Produktionen lenken – und davon profitiert NRW als größtes Produktionszentrum des Landes. Die 158 hier ansässigen Unterhaltungsunternehmen, insbesondere in Köln, können mit erhöhter finanzieller Unterstützung und klareren Investitionsregeln rechnen. Die Änderungen treten in Kraft, während NRW weiterhin fast die Hälfte des deutschen Film- und Fernsehcontents produziert.