Staatliche Behörde sucht Fotos von Wolfkot - NRW bittet Bürger um Fotos von Wolfslosung für besseres Monitoring
Wölfe in Nordrhein-Westfalen: Landesbehörde bittet um Fotos von Wolfslosung
Die Wolfspopulation in Nordrhein-Westfalen wächst langsam, aber stetig. Seit 2019 gibt es etablierte Rudel wie das Leuscheider Rudel im Westerwald. Um die Ausbreitung der Tiere besser nachvollziehen zu können, setzt das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) nun auf eine ungewöhnliche Form der Mithilfe – und bittet die Bevölkerung um Fotos von Wolfslosung.
Mit einer gezielten Kampagne wendet sich die Behörde an Wanderer, Jäger und alle, die sich häufig in der Natur aufhalten. Gesucht werden Aufnahmen von mutmaßlichem Wolfskot, der oft an gut sichtbaren Stellen abgelegt wird, um Reviere zu markieren. Echte Wolfslosung ist in der Regel mindestens 20 Zentimeter lang, 2,5 Zentimeter dick und enthält Haare, Knochenreste oder Überbleibsel von Beutetieren.
Über das Wolfsportal des LANUV können Bürger Fotos hochladen. Falls ein Bild vielversprechend aussieht, entnimmt ein Experte eine Probe für eine DNA-Analyse. So lässt sich klären, ob es sich um einen bereits bekannten Wolf handelt oder um ein neues Tier in der Region.
Doch nicht nur Kot liefert Hinweise: Auch Speichelproben von Tieren, die möglicherweise von Wölfen gerissen wurden, werden untersucht. Die gesammelten Daten fließen in das landesweite Monitoring ein, das seit 2020 einen leichten Anstieg der Wolfsrudel in NRW zeigt – bundesweit stagnieren die Zahlen jedoch oder gehen sogar zurück. Stand Oktober 2025 gibt es in Deutschland 219 bestätigte Rudel, nach 276 im Monitoringjahr 2024/25.
Auf der Website des LANUV findet sich eine Anleitung, wie man Wolfslosung richtig erkennt. Die Behörde hofft, mit dieser ungewöhnlichen Methode die Nachverfolgung der Wölfe insbesondere im Westerwald zu verbessern, wo die meisten Sichtungen gemeldet werden.
Die DNA-Analysen von Losung und Speichel helfen dabei, die Wanderbewegungen der Wölfe in NRW nachzuzeichnen. Durch die Einbindung der Bevölkerung will das LANUV mehr Daten über sowohl ansässige als auch neu zugewanderte Wölfe sammeln. Die Erkenntnisse fließen in die laufenden Bemühungen ein, die wachsende Wolfspopulation im Land zu überwachen und zu managen.






