31 December 2025, 16:14

Nord Stream 1 bleibt für immer stillgelegt – E.ON-Chef schließt Rückkehr aus

Eine Szene mit Geb├Ąuden, einem Zaun, Fahrzeugen, aktuellen Umfragen, einer Rohrleitung und dem Himmel ├╝ber ihnen.

Nord Stream 1 bleibt für immer stillgelegt – E.ON-Chef schließt Rückkehr aus

Die Pipeline Nord Stream 1 bleibt außer Betrieb, ihre beschädigten Abschnitte sind mittlerweile mit Ostseewasser geflutet. Leonhard Birnbaum, Vorstandsvorsitzender von E.ON, schloss jede Diskussion über eine Wiederinbetriebnahme der sabotierten Leitung aus und bezeichnete Russland angesichts des anhaltenden Krieges in der Ukraine als unzuverlässigen Energiepartner.

Die deutschen Behörden leiten weiterhin die Ermittlungen zum Anschlag von 2022, bei dem es jüngst zu Festnahmen in Verbindung mit ukrainischen Staatsbürgern in Italien und Polen kam.

Birnbaum bestätigte, dass die Pipelines nach den Explosionen in der Nähe von Bornholm nicht mehr funktionsfähig seien. Der Vorfall im September 2022 hatte die Infrastruktur unwiederbringlich zerstört und überflutet. E.ON, das als Anteilseigner am Betreiberkonsortium beteiligt ist, distanzierte sich von allen Plänen, das Projekt wiederzubeleben.

Der Konzernchef warnte zudem vor künftigen Energieabkommen mit Russland, sofern nicht Nachbarländer einbezogen würden. Er stellte die Frage als europäisches Anliegen dar – nicht nur als deutsches Problem – und verwies auf die größeren Sicherheitsrisiken. Seine Äußerungen folgten Berichten über Drohnenflüge über deutschen Kraftwerken und Flughäfen, eine Taktik, die Russland bereits in der Ukraine eingesetzt hat. Unterdessen hat die deutsche Ermittlung sieben Verdächtige identifiziert, darunter ehemalige Mitglieder einer privaten Tauchschule in Kiew. Ein Verdächtiger ist inzwischen verstorben. Im August 2025 nahm die italienische Polizei einen ukrainischen Staatsbürger in Zusammenhang mit dem Fall fest. Einen Monat später inhaftierten polnische Behörden einen weiteren Verdächtigen, doch ein Gericht entließ ihn am 17. Oktober nach abgelehnter Auslieferung. Schweden, das 2022 zunächst Sabotage bestätigt hatte, und Dänemark sind nicht mehr aktiv in die Ermittlungen eingebunden.

Die Zukunft der Pipeline bleibt versperrt – Birnbaums Haltung spiegelt die allgemeine Skepsis in Europa gegenüber einer Abhängigkeit von russischer Energie wider. Die Ermittlungen dauern an, doch rechtliche Hürden in Polen und Italien erschweren die strafrechtliche Verfolgung der Verdächtigen. Der Fall unterstreicht die anhaltenden Spannungen um Energiesicherheit und grenzüberschreitende Zusammenarbeit.