08 February 2026, 10:13

Nightwalk am Bahnhof Löhn: Warum Frauen nachts mehr Sicherheit fordern

Eine Gruppe von Frauen, die auf einem Zug mit Türen auf beiden Seiten und Lampen oben steht, dargestellt in Schwarz-Weiß.

Nightwalk am Bahnhof Löhn: Warum Frauen nachts mehr Sicherheit fordern

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Am Bahnhof Löhn fand eine Nightwalk-Veranstaltung statt, um auf die Sicherheitsbedenken von Frauen nach Einbruch der Dunkelheit aufmerksam zu machen. Organisiert von der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt, sollte die Aktion das Vertrauen in die Nutzung öffentlicher Räume bei Nacht stärken. Die Teilnehmerinnen forderten Verbesserungen wie bessere Beleuchtung und mehr Überwachungskameras.

Marie Fischer, die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt, leitete die Veranstaltung, um auf die Ängste einzugehen, die viele Frauen im urbanen Raum erleben. Der Bahnhof Löhn – wie viele andere auch – gilt aufgrund seiner großen, offenen Flächen und der Notwendigkeit, allein auf den Bahnsteigen zu warten, als unsicher. Andrea Heimbruch, eine Teilnehmerin, gab zu, dass sie sich unwohl fühlt, wenn sie den Bahnhof nachts allein nutzt.

Laut Polizeistatistiken handelt es sich bei den meisten Vorfällen am Bahnhof um Fahrraddiebstähle und nicht um Gewaltverbrechen. Dennoch bleibt das Gefühl der Bedrohung stark präsent. Als Reaktion plant die Stadt, den Bahnhof bis Februar 2025 umzugestalten, um eine zugänglichere und lebendigere Umgebung zu schaffen – und so die Sorgen zu mildern.

Auch andere Städte haben ähnliche Maßnahmen ergriffen. Hannover und Minden führten 2024 ein "Angstkarten"-System ein, das 68 öffentliche Orte identifiziert, an denen sich Anwohner:innen unsicher fühlen. Dazu zählen schlecht beleuchtete Bereiche und Plätze, an denen sich Gruppen von Männern versammeln – ein klarer Hinweis auf den Bedarf gezielter Verbesserungen.

Die Nightwalk am Bahnhof Löhn unterstrich konkrete Schritte für mehr Sicherheit, etwa durch zusätzliche Beleuchtung und Kameras. Die Umbaumaßnahmen sollen Anfang 2025 beginnen, um die Ängste von Frauen und anderen Nutzer:innen zu verringern. Gleichzeitig zeigt das Angstkarten-System in Nachbarstädten, dass die Bemühungen um sichere öffentliche Räume immer stärker werden."}