Neues Zahlkartensystem für Asylsuchende: 14 Länder stimmen zu
Ein neues Zahlkartensystem für Asylsuchende stößt in Deutschland auf breite Zustimmung. Vierzehn von sechzehn Bundesländern haben sich auf einen einheitlichen Ansatz geeinigt und planen, das Vergabeverfahren bis zum Sommer 2024 abzuschließen. Ziel ist es, Bargeldzahlungen durch eine Prepaid-Karte zu ersetzen, um sicherzustellen, dass die finanziellen Hilfen vor Ort für Lebenshaltungskosten verwendet werden.
Die CDU-Fraktion in Solingen unterstützt die Initiative und bezeichnet sie als notwendigen Schritt. Daniel Flemm, Vorsitzender der Fraktion, nannte die Zahlkarte „längst überfällig“ und drängte auf eine zügige Umsetzung. Gleichzeitig begrüßte er die Beteiligung der schwarz-grünen Landesregierung, die die Kommunen entlasten solle.
Die Karte soll illegale Geldtransfers ins Ausland verhindern und bürokratische Hürden abbauen. Rafael Sarlak, rechtspolitischer Sprecher, betonte ihre Rolle bei der Eindämmung von Missbrauch, ohne dabei die Effizienz zu beeinträchtigen. Flemm räumte mögliche Herausforderungen während der Umstellungsphase ein, unterstrich jedoch die Bedeutung der Maßnahme.
Trotz der Änderungen bekräftigte Flemm das Recht von Asylsuchenden auf ein menschenwürdiges Existenzminimum. Das System soll sicherstellen, dass staatliche Leistungen lokal ausgegeben werden und so gezielter denen zugutekommen, die Schutz suchen.
Die Einführung der Zahlkarte soll bis Mitte 2024 die Bargeldzahlungen für Asylsuchende ersetzen. Da die meisten Bundesländer dem Vorhaben zustimmen, steht als nächster Schritt die Abschluss des Vergabeverfahrens an. Die Maßnahme zielt darauf ab, die Verteilung von Hilfsleistungen zu vereinfachen und gleichzeitig die zweckentfremdete Verwendung von Geldern zu verhindern.
