Mönchengladbachs Abstiegsangst wächst nach dritter Niederlage unter Polanski
Maximilian MaierMönchengladbachs Abstiegsangst wächst nach dritter Niederlage unter Polanski
Borussia Mönchengladbach hat nach einer 0:3-Niederlage gegen Union Berlin den nächsten Rückschlag erlitten. Die Niederlage warf die Mannschaft zumindest vorläufig auf den letzten Platz der Bundesliga-Tabelle zurück. Interimstrainer Eugen Polanski bezeichnete die Leistung als "sehr enttäuschend" und kritisierte insbesondere den schwachen Start in die Partie.
Die Mannschaft kassierte zwei Tore nach Standardsituationen – obwohl die Spielstrategie genau solche Szenen hätte vermeiden sollen. Seit Polanski die Mannschaft interimistisch übernommen hat, wartet er nun bereits auf den ersten Sieg in vier Ligaspielen.
Erst vor wenigen Tagen hatte der neu ernannte Sportdirektor Rouven Schröder Roland Virkus abgelöst. Schröder, der Polanski zuvor unterstützt hatte, bekräftigte trotz der Niederlage sein Vertrauen in den Trainer. Er kündigte an, in der kommenden Woche an Trainingseinheiten teilzunehmen, um die Entwicklung der Mannschaft unter Polanskis Führung zu beurteilen.
Mönchengladbachs Probleme reichen jedoch über die aktuelle Saison hinaus. Nach zwei zehnten Plätzen in Folge liegt der Verein in der Spielzeit 2023/24 nur auf Rang 14. Experten sehen vor allem mentale Schwächen als Problem: Die Mannschaft verlor bereits 31 Punkte aus führenden Positionen. Mit entscheidenden Spielen gegen Heidenheim, Wolfsburg, Dortmund und Augsburg steht sie nun unter Druck. Schätzungen zufolge benötigt sie 38 bis 40 Punkte, um die Abstiegsgefahr abzuwenden.
Die letzten Saisonwochen werden für den Verein zur Nagelprobe. Schröders Beobachtungen im Training könnten die Entscheidung über Polanskis Zukunft beeinflussen. Der Klassenerhalt hängt nun davon ab, in den anstehenden Partien dringend benötigte Punkte zu holen.






