16 March 2026, 04:06

Mönchengladbach und Viersen bauen riesiges E-Bus-Depot für die Verkehrswende 2030

Eine belebte Stadtstraße mit verschiedenen Fahrzeugen, Strommasten, Gebäuden, Bäumen und einem Turm unter einem bewölkten Himmel.

Mönchengladbach und Viersen bauen riesiges E-Bus-Depot für die Verkehrswende 2030

Mönchengladbach und Viersen bereiten sich auf den großen Umstieg in den elektrischen Nahverkehr vor

Ein neues, vollständig elektrisches Busdepot wird auf dem Gelände der ehemaligen Niederrhein-Kaserne entstehen und eine Fläche von 96.200 Quadratmetern umfassen. Das Projekt ist Teil der umfassenden Pläne, die gesamte Busflotte bis 2030 auf E-Mobilität umzustellen.

Das Depot dient als zentraler Knotenpunkt für bis zu 260 Elektrobusse und umfasst Stellplätze, Ladezonen, Werkstätten sowie Verwaltungsräume. Rund 20 Prozent des Geländes bleiben als natürlicher Lebensraum erhalten – so sieht es der Bebauungsplan Nr. 812/N vor. Dieser regelt auch die Flächen für Betriebs- und Nebeneinrichtungen, die für den Depotbetrieb erforderlich sind.

Auch im nahegelegenen Nordpark gibt es Veränderungen: Der Bebauungsplan Nr. 819/N erweitert das Betriebsgelände des mags nördlich der Autobahn A 61 und sichert so langfristig die kommunale Infrastruktur. Ein angrenzendes Grundstück wird für Recycling und gewerbliche Nutzung umgewidmet, wobei im hinteren Bereich größere Gebäude zulässig sind, während eine begrünte Umrandung für eine harmonische Einbindung in die Umgebung sorgt.

Beide Vorhaben müssen strenge EU- und deutsche Vorgaben erfüllen. Bis zum 31. Dezember 2030 müssen zentrale Busbahnhöfe in Städten über öffentliche Ladestationen für schwere Elektro-Nutzfahrzeuge verfügen, die eine Gesamtleistung von mindestens 1.800 kW bieten – mit einzelnen Ladesäulen ab 150 kW Leistung. Bei der Standortwahl gelten hohe Sicherheitsstandards, etwa im Hochvolt- und Brandschutz. Die Pläne orientieren sich zudem am Saubere-Fahrzeuge-Beschaffungs-Gesetz (SFBG) und der EU-Richtlinie für saubere Fahrzeuge (Clean Vehicle Directive, CVD), die vorschreiben, den Anteil emissionsfreier Busse schrittweise zu erhöhen.

Anwohnerinnen und Anwohner können die Entwürfe einsehen und im Rahmen einer öffentlichen Beteiligung Stellung nehmen. Die Stadtverwaltung stellt die Pläne am Dienstag, 24. März, um 18 Uhr in Raum 2028 des Rheydter Rathauses vor. Eine Anmeldung ist bis Sonntag, 22. März, per E-Mail an [email protected] oder telefonisch unter +49 2161/25-8565 oder -8567 möglich. Die Planunterlagen liegen vom 25. März (Mittwoch) bis 24. April (Freitag) sowohl online als auch vor Ort zur Einsicht aus.

Das neue Depot und die Flächenneuordnung unterstützen den Umstieg von Mönchengladbach und Viersen auf Elektrobusse bis 2030. Die Rückmeldungen aus der Bürgerbeteiligung fließen in die finalen Planungen ein. Ziel ist es, sowohl den lokalen Verkehrsbedarf zu decken als auch strenge Umweltauflagen zu erfüllen.

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