Massive Zollrazzia in NRW: Illegale Beschäftigung und Lohnbetrug aufgedeckt
Anna KrauseMassive Zollrazzia in NRW: Illegale Beschäftigung und Lohnbetrug aufgedeckt
Mehr als 110 Zollbeamte haben in dieser Woche in vier Regionen Nordrhein-Westfalens Kontrollen durchgeführt. Die Überprüfungen richteten sich gegen rund 280 Bauarbeiter, die bei 88 verschiedenen Unternehmen beschäftigt sind. Die Behörden deckten dabei zahlreiche Verstöße auf, darunter illegale Beschäftigung und Lohnbetrug.
Die Inspektionen fanden in Köln, im Rhein-Sieg-Kreis (Bornheim), in Leverkusen sowie im Rheinisch-Bergischen Kreis (Bergisch Gladbach) statt. In Köln wurden 123 Beschäftigte von 51 Arbeitgebern überprüft. Im nahegelegenen Bornheim standen 39 Arbeiter aus 15 Betrieben unter Kontrolle, während in Leverkusen 75 Mitarbeiter von 11 Unternehmen untersucht wurden. Weitere 42 Beschäftigte von 11 Arbeitgebern wurden in Bergisch Gladbach überprüft.
Elf Männer arbeiteten ohne gültige Aufenthalts- oder Arbeitserlaubnis. Gegen die Arbeiter sowie ihre Arbeitgeber wurden nun strafrechtliche Ermittlungen eingeleitet. Drei Unternehmen gerieten zudem in Verdacht, den gesetzlichen Mindestlohn nicht gezahlt zu haben.
Während der Aktion entdeckten die Beamten fünf Fälle von Sozialbetrug. Zudem wurden fünf separate Ermittlungsverfahren wegen nicht gemeldeter Sozialabgaben eingeleitet.
Die Razzia förderte weitverbreitete Verstöße gegen Arbeits- und Einwanderungsgesetze zutage. Die Behörden werden weiterhin rechtliche Schritte gegen die Verantwortlichen für illegale Beschäftigung und finanzielle Unregelmäßigkeiten einleiten. Nähere Angaben zu Strafen oder laufenden Ermittlungen stehen noch aus.






