Lünens Sirenen versagen bei Notfallübung – Warnsystem mit gravierenden Mängeln
Anna KrauseLünens Sirenen versagen bei Notfallübung – Warnsystem mit gravierenden Mängeln
Routine-Notfallalarmübung in Lünen am 12. März deckt schwere Mängel im Warnsystem auf
Eine planmäßige Probealarmierung in Lünen am 12. März hat gravierende Schwächen in den Alarmanlagen der Stadt offenbart. Während mobile Warnmeldungen wie vorgesehen funktionierten, versagten nahezu alle Sirenen der Stadt. Die Behörden haben nun eine dringende Untersuchung der Panne eingeleitet.
Die Übung, die im Rahmen des bundesweiten Warntags stattfand, sollte die Funktionsfähigkeit der Notfallsysteme in Lünen überprüfen. Warnungen über die Apps NINA und KATWARN sowie per Cell-Broadcast erreichten die Bürgerinnen und Bürger problemlos. Doch die 28 städtischen Warnsirenen – die eigentlich Menschen im Freien warnen sollen – blieben stumm.
Davon waren 15 bereits vor der Übung außer Betrieb oder seit längerem nicht gewartet worden. Die übrigen Sirenen versagten ebenfalls und gaben weder den initialen Alarm noch das Entwarnungssignal von sich. Anwohner berichteten stattdessen, Sirenen aus benachbarten Gemeinden gehört zu haben – ein weiteres Indiz für das Ausmaß des Problems.
Michael Thiel, kommissarischer Leiter der Feuerwehr und des Katastrophenschutzes in Lünen, bestätigte den Ausfall. Er betonte, dass die Ursachenklärung für sein Team nun höchste Priorität habe.
Die Übung zeigte, dass das Sirenennetz der Stadt, das im Ernstfall lebenswichtige Warnungen übermitteln soll, derzeit nicht zuverlässig funktioniert. Da 15 Anlagen bereits defekt waren und der Rest während des Tests versagte, sind Reparaturen oder ein Austausch unvermeidbar. Die Behörden haben noch keinen Zeitplan für die Behebung der Mängel bekannt gegeben.