Lesung in Düren erinnert an Reyhaneh Jabbari und den Frauenkampf im Iran
Lesung in Düren erinnert an Reyhaneh Jabbari und den Frauenkampf im Iran
Veranstaltung in der Dürener Stadtbibliothek: Der Kampf der Frauen im Iran im Fokus
Am 2. März 2026 um 19:00 Uhr wirft eine Lesung in der Dürener Stadtbibliothek ein Licht auf das Schicksal von Frauen im Iran. Aus dem Buch "Wie man zum Schmetterling wird" wird die Geschichte von Reyhaneh Jabbari vorgelesen – einer jungen Frau, die hingerichtet wurde, weil sie sich gegen ihren Vergewaltiger zur Wehr setzte. Der Abend, organisiert von Amnesty International, der Stadtbibliothek und der Initiative gegen die Todesstrafe, will auf die anhaltenden Ungerechtigkeiten im Iran aufmerksam machen.
Reyhaneh Jabbari war erst 19 Jahre alt, als sie sich gegen ihren Angreifer verteidigte. Trotz Notwehr wurde sie des Mordes für schuldig befunden und zum Tode verurteilt. Ihre Hinrichtung im Jahr 2014 löste weltweit Empörung aus, doch der Iran veröffentlicht bis heute keine klaren Statistiken zu ähnlichen Fällen. Menschenrechtsorganisationen dokumentieren weiterhin Frauen, die wegen Widerstands gegen Gewalt mit der Todesstrafe bedroht werden – offizielle Zahlen bleiben jedoch unklar.
Shole Pakravan, Reyhanehs Mutter, floh 2017 aus dem Iran nach Berlin und brachte die Briefe und Aufnahmen ihrer Tochter mit. Diese persönlichen Zeugnisse zeigen Reyhanehs Verzweiflung über das iranische Justizsystem, in dem Frauen oft hart bestraft werden, wenn sie sich verteidigen. Seitdem kämpft Pakravan unermüdlich gegen die Todesstrafe und für die Rechte von Frauen.
Bei der Veranstaltung am 2. März werden Edgitha Stork und Gabi Uhl aus dem Buch lesen – sie geben Reyhaneh bzw. ihrer Mutter eine Stimme. Die Tore öffnen um 18:30 Uhr, die Lesung beginnt um 19:00 Uhr. Der Eintritt ist frei, die Veranstalter laden alle Interessierten ein, mehr über den anhaltenden Kampf für Gerechtigkeit im Iran zu erfahren.
Die Lesung bringt Reyhaneh Jabbariis Geschichte einem größeren Publikum näher und zeigt die Gefahren, denen Frauen im Iran ausgesetzt sind, wenn sie sich gegen Gewalt wehren. Durch die Veröffentlichung ihrer Briefe und das Engagement ihrer Mutter wollen die Organisatoren das Schweigen über solche Fälle brechen. Die Veranstaltung ist zugleich Mahnmal und Aufruf, sich weiter gegen Ungerechtigkeit einzusetzen.
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