Kölner Trainer Kwasniok prangert einseitige Bundesliga-Bewertung an – und verteidigt seinen Klassenerhalter
Anna SchmitzKölner Trainer Kwasniok prangert einseitige Bundesliga-Bewertung an – und verteidigt seinen Klassenerhalter
1. FC Kölns Cheftrainer Lukas Kwasniok kritisiert "systematische Verzerrung" in der Bundesliga-Bewertung
- FC Kölns Trainer Lukas Kwasniok hat scharf eine "systematische Verzerrung" in der Wahrnehmung der Bundesliga angeprangert. Während der FC Bayern München stets gefeiert werde, würden andere Spitzenmannschaften wie RB Leipzig, Borussia Dortmund oder Bayer Leverkusen vorschnell als Versager abgestempelt, so Kwasniok. Unterdessen liegt sein eigenes Team auf Platz 10 – sieben Punkte vor dem Relegationsplatz und mit noch 16 Spieltagen vor der Brust.
Seine Kritik kommt zu einem Zeitpunkt, an dem der FC Köln mit einer sieglosen Serie zu kämpfen hat, die die Mannschaft näher an den Tabellenkeller rücken ließ. Trotz der schwachen Phase zeigt sich Kwasniok überzeugt, dass der Aufsteiger den Klassenerhalt schaffen wird. Gerüchte über interne Unruhen und Frust in der Mannschaft machen die Runde, doch der Trainer weist Vorwürfe einer "giftigen Atmosphäre" zurück: Solche Spannungen seien nach schlechten Ergebnissen normal.
Kwasnioks grundsätzliche Kritik zielt auf ein Wahrnehmungsproblem in der Liga ab. Teams, die nicht Meister werden, würden "einfach abgeschrieben", moniert er, während nur die Erfolge des FC Bayern gewürdigt würden. Diese einseitige Betrachtweise schaffe unrealistische Erwartungen und untergrabe die Leistungen anderer Vereine. Für Köln steht zunächst das Vermeiden des Abstiegs im Fokus. Mit sieben Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz und 16 ausstehenden Spielen gibt es zwar Luft – doch Kwasniok weiß: Der Kampf ist noch nicht entschieden.
Seine Äußerungen offenbaren eine Kluft in der Bewertung von Erfolg in der Bundesliga. Während der FC Köln um den Klassenerhalt kämpft, deutet seine Kritik an der öffentlichen Erzählung auf eine tiefere Unzufriedenheit hin. Aktuell bietet die Position oberhalb der Abstiegszone jedoch eine stabile Grundlage, um die Saison zu meistern.