Ehemaliger Dom-Architekt kritisiert geplante Eintrittsgebühr für den Kölner Dom - Kölner Dom plant umstrittene Eintrittsgebühr ab 2024
Kölner Dom könnte bald Eintrittsgeld verlangen
Der Kölner Dom, eine der berühmtesten katholischen Kirchen der Welt, könnte Besuchern bald eine Eintrittsgebühr berechnen. Die für die zweite Jahreshälfte geplante Änderung stößt bereits jetzt auf Kritik von einer prägenden Persönlichkeit der Domgeschichte. Mit über sechs Millionen Besuchern jährlich zählt das Bauwerk zu den wichtigsten kulturellen und religiösen Stätten Deutschlands.
Barbara Schock-Werner, die ehemalige Dombaumeisterin des Kölner Doms, hat sich gegen die geplante Eintrittsgebühr ausgesprochen. Sie argumentiert, dass eine solche Gebühr den offenen und einladenden Charakter der Kathedrale verändern würde. Aus ihrer Sicht sei der Dom ein "missionarisches Angebot der Kirche" und von großer Bedeutung für die Stadt.
Die genaue Höhe der Gebühr steht noch nicht fest, doch die für den Dom zuständigen Stellen streben eine Umsetzung der Änderung im Laufe des Jahres 2024 an. Anders als bei anderen großen historischen oder religiösen Stätten in Deutschland gab es in den vergangenen fünf Jahren keine vergleichbaren Debatten über Eintrittsgelder.
Schock-Werner warnte zudem, dass eine Gebühr Besucher abschrecken könnte. Der Kölner Dom, der zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört, war seit jeher frei zugänglich und zieht jedes Jahr Millionen von Menschen an.
Die Einführung eines Eintrittsgelds würde für den Kölner Dom einen bedeutenden Wandel bedeuten. Sollte die Maßnahme umgesetzt werden, hätte sie Auswirkungen darauf, wie Millionen von Besuchern die Stätte erleben. Ein solcher Schritt wäre ohne jüngeres Vorbild bei vergleichbaren deutschen Wahrzeichen.