Köln stoppt Parkplatz-Ausbau: Historische Vorgärten im Afrikanischen Viertel geschützt
Anna KrauseKöln stoppt Parkplatz-Ausbau: Historische Vorgärten im Afrikanischen Viertel geschützt
Köln will historische Vorgärten im Afrikanischen Viertel von 1. FC Köln schützen
Die Stadt Köln unternimmt Schritte, um die historischen Vorgärten im Afrikanischen Viertel des Stadtteils Nippes zu bewahren. Geplant ist ein Verbot für Anwohner, diese Grünflächen in Parkplätze umzuwandeln. Die Behörden begründen dies mit dem Erhalt des Charakters des Viertels und der Vermeidung unnötiger Bodenversiegelung.
Nach den aktuellen Regelungen in Nordrhein-Westfalen können Hauseigentümer Vorgärten vergleichsweise einfach in Stellplätze umwandeln. Köln möchte dies nun mit einer Bebauungsverordnung für mehrere Straßen im Afrikanischen Viertel ändern. Der Vorschlag wird im März im Ausschuss für Stadtentwicklung beraten.
Bestehende Parkplätze und Zufahrten bleiben dank Bestandsrecht erhalten. Neue Parkflächen sollen jedoch nur noch in Ausnahmefällen genehmigt werden, etwa wenn sie für notwendige Zufahrten unabdingbar sind. Die Stadt betont, wie wichtig es ist, die traditionellen Grünflächen des Viertels zu erhalten.
Der Haus- und Grundbesitzerverein Köln kritisiert die Pläne scharf. Die Vereinigung spricht von einem beispiellosen Eingriff in das Eigentumsrecht und wirft der Stadt vor, die Handlungsfreiheit der Anwohner unangemessen einzuschränken.
Falls der neue Bebauungsplan beschlossen wird, soll die weitere Umwandlung von Vorgärten in Parkflächen im Afrikanischen Viertel gestoppt werden. Bestehende Stellplätze bleiben bestehen, doch neue sollen nur noch in absoluten Ausnahmefällen genehmigt werden. Die endgültige Entscheidung liegt beim Ausschuss für Stadtentwicklung, der sich im März mit dem Antrag befassen wird.






