Köln kämpft gegen Müllchaos: Überfüllte Container und illegale Entsorgung
Anna KrauseKöln kämpft gegen Müllchaos: Überfüllte Container und illegale Entsorgung
Die Stadt Köln steht vor einer sich verschärfenden Abfallkrise: überquellende Glascontainer und illegale Müllentsorgung an Altkleider-Sammelstellen belasten die Situation. Behörden stufen die Lage als ernst ein – Vermüllung und Vernachlässigung haben ein katastrophales Ausmaß erreicht. Nun werden Gegenmaßnahmen erwogen, darunter Videoüberwachung und angepasste Abholrhythmen.
Über die Neujahrstage waren die Glasrecycling-Container massiv überfüllt. Schnee, Eis und nicht abgeholte Flaschen blockierten den Zugang, sodass viele Behälter unbenutzbar wurden. Später gab die Stadt Köln zu, dass Entsorgungsfirmen die Leerungen zwischen Weihnachten und Neujahr eingestellt hatten – trotz der Forderung, die Abholungen fortzusetzen.
Auch die Altkleidercontainer sind zu illegalen Müllkippen verkommen. Hausmüll, Sonderabfälle und Bauschutt werden dort regelmäßig entsorgt, was zu verwahrlosten Zuständen führt. Ähnliche Probleme gibt es in Städten wie Bad Brückenau und Buchbrunn, doch bewährte Lösungen gegen die wilde Müllentsorgung an diesen Standorten fehlen bisher.
Um das Problem in den Griff zu bekommen, plant die Stadt Köln die Installation von Überwachungskameras an zehn neuralgischen Punkten. Ein weiterer Vorschlag sieht die Einführung von Hol- und Bringsystemen mit wiederverwendbaren Säcken vor, die in festen Intervallen abgeholt werden. Wer es bevorzugt, kann weiterhin die festen Annahmestellen an den AWB-Recyclinghöfen nutzen.
Die Stadtverwaltung hat die Dramatik der Abfallproblematik erkannt – besonders bei Glas- und Altkleidercontainern. Durch Kameras und optimierte Abholkonzepte sollen illegale Entsorgung und Überfüllung eingedämmt werden. Den Bürgern bleiben die bestehenden Recyclingstellen auch neben neuen Systemen erhalten.