16 March 2026, 16:11

Kirchenaustritte in NRW gehen zurück – doch der Mitgliederschwund bleibt ungebrochen

Ein historisches Dokument mit einer Zeichnung der St. Erasmus-Kirche umgeben von Bäumen und Himmel, unterzeichnet von der deutschen Regierung.

Kirchenaustritte in NRW legen leicht zurück - Kirchenaustritte in NRW gehen zurück – doch der Mitgliederschwund bleibt ungebrochen

Weniger Austritte aus der katholischen Kirche in Nordrhein-Westfalen – doch der Mitgliederschwund hält an

In Nordrhein-Westfalen verlassen weniger Menschen die katholische Kirche als in den Vorjahren. Die neuen Zahlen für 2025 zeigen einen leichten Rückgang der Austritte und markieren damit eine Trendwende nach Jahren steigender Zahlen. Dennoch sinkt die Gesamtzahl der Katholiken in der Region weiter – von einst 5,8 Millionen auf nun 5,6 Millionen in den letzten Jahren.

Im Jahr 2025 traten 84.440 Personen formal aus der katholischen Kirche in Nordrhein-Westfalen aus, nach 86.946 im Jahr 2024. Zusammen mit den Austritten aus der evangelischen Kirche ging auch die Gesamtzahl der Kirchenaustritte zurück – von 160.469 im Jahr 2024 auf 152.783 im Jahr 2025. Die Daten deuten auf eine Verlangsamung eines Trends hin, der sich seit 2013 und erneut um 2022/2023 stark beschleunigt hatte, angetrieben durch Säkularisierung und Skandale innerhalb der Kirche.

Das Erzbistum Köln meldete jedoch auch ermutigende Signale: Die Zahl der Erwachsenentaufen stieg von 199 im Jahr 2024 auf 315 im Jahr 2025, während die Besucherzahlen bei Gottesdiensten von 90.694 auf 94.638 anwuchsen. Generalvikar Guido Assmann bezeichnete diese Entwicklungen als hoffnungsvoll und verwies auf ein erneutes Engagement einiger Gläubiger.

Doch nicht alle Beobachter teilen diesen Optimismus. Der Kirchenrechtler Thomas Schüller bezeichnete die positiven Trends als oberflächlich und warnte, dass das grundlegende Misstrauen gegenüber der Kirche bestehen bleibe. Die Zahlen, so Schüller, änderten nichts an den langfristigen Herausforderungen, vor denen die Institution stehe.

Obwohl die Austrittszahlen aus der katholischen Kirche in Nordrhein-Westfalen leicht zurückgegangen sind, hält der allgemeine Mitgliederschwund an. Das Erzbistum Köln verzeichnet zwar bescheidene Zuwächse bei der Teilnahme, doch Kritiker zweifeln daran, ob diese Veränderungen eine nachhaltige Erholung einläuten. Die Zahl der Katholiken in der Region liegt nun bei 5,6 Millionen – ein Rückgang gegenüber den einst 5,8 Millionen in den vergangenen Jahren.

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