Kino International strahlt nach 18 Monaten Sanierung in neuem Glanz
Anna SchmitzKino International strahlt nach 18 Monaten Sanierung in neuem Glanz
Das Kino International wiedereröffnet: Berlins Kultkino glänzt nach 18-monatiger Sanierung
Eines der bekanntesten Kinos Ost-Berlins, das Kino International, hat nach einer 18-monatigen Renovierung wieder seine Pforten geöffnet. Das Gesamtprojekt dauerte 22 Monate und verschlang über 10 Millionen Euro, um den historischen Veranstaltungsort zu modernisieren – ohne dabei sein kulturelles Erbe zu gefährden.
Das 1961 erbaute und 1963 eröffnete Kino ist seit jeher ein Wahrzeichen der Stadt. Hier feierte die DEFA, das staatliche Filmstudio der DDR, ihre Premieren, und im Laufe der Jahrzehnte begrüßte das Haus Stars wie Tilda Swinton, Steven Spielberg und Spike Lee. Seit 1990 steht das Gebäude unter Denkmalschutz.
Bei der Sanierung wurden umfangreiche technische Aufrüstungen vorgenommen: Die Elektroleitungen wurden erneuert, eine moderne Klimaanlage installiert und über 3,5 Kilometer neue Rohrleitungen verlegt. Das Heizsystem verbraucht nun 70 Prozent weniger Energie. Die Sitzplatzzahl verringerte sich leicht von 551 auf 506, doch der Beinfreiheit kam die Umgestaltung zugute – für mehr Komfort der Besucher.
Ein besonderes Highlight ist der legendäre Perlenvorhang mit 40 Millionen Pailletten, der mit großer Sorgfalt restauriert wurde. Die Finanzierung des Projekts erfolgte aus verschiedenen Quellen, darunter Bundes- und Landesmittel, die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, die Filmförderungsanstalt (FFA) sowie Erträge aus Lotterieeinnahmen. Weitere 5 Millionen Euro sind bereits für die Sanierung der Nebenräume vorgesehen.
Das Kino International verbindet nun moderne Effizienz mit historischem Charme. Die aufgewertete Technik und die bewahrte Architektur sichern ihm auch künftig einen zentralen Platz in der Berliner Filmkultur. Weitere Verbesserungen in den Nebenbereichen stehen noch an.