KI-Beauftragte an Schulen: Revolution oder überfällige Reform des Bildungssystems?
Maximilian MaierKI-Beauftragte an Schulen: Revolution oder überfällige Reform des Bildungssystems?
Ein neuer Vorschlag zielt darauf ab, KI-Beauftragte an jeder deutschen Schule einzuführen, um die digitale Bildung zu stärken. Der Plan kommt zu einer Zeit, in der die Sorgen über veraltete Lehrmethoden und den Rückgang der beruflichen Frühförderung in Kindergärten wachsen. Bayern weist derzeit die niedrigste Quote für solche Ausbildungsangebote unter allen Bundesländern auf.
Die vorgeschlagenen KI-Beauftragten sollten wöchentlich drei Stunden für Schulungen und eine halbe Stunde für Entlastungsaufgaben arbeiten. Zu ihren Aufgaben gehörte es, Grundlagen der künstlichen Intelligenz zu vermitteln – inklusive Chancen, Risiken und rechtlicher Grenzen. Zudem müssten sie sicherstellen, dass der Unterricht die Datenschutzbestimmungen einhält.
Über die Schulungen hinaus würden diese Beauftragten hausinterne Fortbildungen für Personal und Schülerinnen und Schüler entwickeln. Sie sollten bei der Planung fächerübergreifender Unterrichtsformate helfen, neue Prüfungsformen erproben und Informationsabende für Eltern organisieren. Der Bundeselternrat drängt bereits seit Längerem auf Reformen und bezeichnet die aktuellen Schulsysteme als überholt.
Der Vorschlag sieht vor, dass KI langfristig auch Verwaltungsaufgaben im Bildungsbereich übernehmen könnte. Betont wird die Notwendigkeit zügigen Handelns, um mit dem technologischen Fortschritt Schritt zu halten. Gleichzeitig berichten Referendare, sie fühlten sich aufgrund einer zu theorielastigen Ausbildung schlecht auf den realen Schulalltag vorbereitet.
Die berufliche Frühförderung in Kindergärten ist bundesweit rückläufig, wobei Bayern das Schlusslicht bildet. Dieser Rückgang unterstreicht die Dringlichkeit, das Bildungssystem durch KI-Unterstützung zu modernisieren.
Wird der Plan umgesetzt, rückt die künstliche Intelligenz in den Mittelpunkt der Schulentwicklung. Die Beauftragten würden als Multiplikatoren für Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler sowie Eltern fungieren. Der Vorstoß folgt auf Warnungen vor dem Rückgang der beruflichen Bildung und veralteten Lehrstrukturen an deutschen Schulen.






