08 February 2026, 16:09

Karneval 2024: Strengere Alkoholregeln und hohe Geldbußen für Kostümfahrer

Eine Gruppe von Menschen in Helmen fährt nachts auf Fahrrädern durch eine Stadtstraße, beleuchtet von den Stadtlichtern.

Karneval 2024: Strengere Alkoholregeln und hohe Geldbußen für Kostümfahrer

Karnevalszeit bringt bunte Kostüme und ausgelassene Feiern – doch für Verkehrsteilnehmer gelten strenge Regeln, um die Sicherheit zu gewährleisten. Die Behörden erinnern Autofahrer daran, dass der festliche Übermut nicht hinter das Steuer gehört.

Die Neuerungen 2024 im Straßenverkehrsgesetz (StVG) sehen schärfere Strafen für Alkohol am Steuer vor, während Karnevalskostüme weder Sicht noch Bewegungsfreiheit einschränken dürfen. Selbst Restalkohol vom Vorabend kann nun schwerwiegende Folgen haben.

Wer im Kostüm fährt, muss das Gesicht vollständig sichtbar lassen und sicherstellen, dass die Verkleidung Gehör oder Bewegung nicht beeinträchtigt. Verstöße kosten 60 Euro Geldbuße, und Versicherungen können die Übernahme von Unfallschäden verweigern, wenn das Kostüm als gefährlich eingestuft wird.

Bei Alkohol gelten weiterhin harte Grenzen: Ab 0,5 Promille drohen mindestens 500 Euro Geldbuße, zwei Punkte in Flensburg und ein einmonatiges Fahrverbot. Bei 1,6 Promille oder mehr wird ein Strafverfahren eingeleitet. Fahranfänger und unter 21-Jährige unterliegen der absoluten Null-Promille-Grenze – schon minimale Alkoholspuren sind verboten.

Die StVG-Reform 2024 hat die Geldbußen im Vergleich zum Vorjahrzehnt deutlich angehoben: 0,5 bis 0,9 Promille kosten nun 800 bis 1.000 Euro (bisher 500 Euro), bei 1,1 bis 1,49 Promille steigen die Strafen auf 1.600 bis 2.000 Euro, kombiniert mit längeren Fahrverboten. Wiederholungstäter riskieren eine Alkohol-Wegfahrsperre oder den endgültigen Entzug des Führerscheins.

Auch S-Pedelecs (E-Bikes bis 45 km/h) unterliegen wie Mofas der 0,5-Promille-Grenze. Schon 0,3 Promille können bei einem Unfall strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen – mit Geldbußen und bis zu sechs Monaten Fahrverbot.

Die Behörden warnen davor, sich auf die "Narrenfreiheit" zu berufen: Restalkohol vom Vorabend kann schnell über die erlaubten Grenzen bringen – mit gravierenden juristischen und finanziellen Folgen.

Die verschärften Regeln sollen alkoholbedingte Unfälle während der Karnevalszeit und darüber hinaus reduzieren. Fahrer müssen sich an die strengeren Strafen halten, während die Kostümvorschriften für uneingeschränkte Sicht und Kontrolle sorgen. Wer gegen diese Bestimmungen verstößt, riskiert Geldbußen, Führerscheinentzug oder sogar eine Strafanzeige.